China: Dopingsünderin nicht gesperrt

Nur Verwarnung

China: Dopingsünderin nicht gesperrt

Chinesische Schwimmerin nach positiver Dopingprobe nur verwarnt.

WM-Medaillengewinnerin Liu Jing aus China hat wegen eines positiven Dopingtests aus dem April lediglich eine Verwarnung ihres Verbandes erhalten. Dies teilt der Weltschwimmverband FINA auf seiner Internetseite mit. Liu Jing, WM-Dritte mit der Kraul-Staffel über 4x200 m in diesem Jahr in Shanghai und Weltmeisterin 2009 in Rom, war bei den Landesmeisterschaften am 3. April dieses Jahres das Immunsuppressiva Prednisone nachgewiesen worden. Das Mittel kommt unter anderem bei der Krebsbehandlung zum Einsatz.

Skandal
Die Vorgehensweise und auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Verwarnung werfen kein gutes Licht auf das Schwimmer-Lager in China, das in den 90er Jahren wiederholt in den Fokus der Doping-Fahnder geraten war - unter anderem nach der WM 1994 in Rom und vier Jahre später im Vorfeld der Titelkämpfe von Perth. Bei den Titelkämpfen in Shanghai vor knapp zwei Wochen hatte der Überraschungssieg der erst 15 Jahre alten Ye Shiwen über 200 m Lagen für Aufsehen gesorgt und deren kometenhafter Aufstieg Dopinggerüchten in China neue Nahrung gegeben.

Auch Brasilianer nur verwarnt
Ebenfalls nur eine Verwarnung seines Verbandes für ein Doping-Vergehen hatte der Brasilianer Cesar Cielo vor der WM bekommen. Als Titelverteidiger über 50 m und 100 m Kraul hatte er zunächst um einen Start bangen müssen, erhielt dann aber nach einem Sportgerichtshof-Verfahren die Starterlaubnis. Cesar Cielo holte sich unter Protesten der internationalen Konkurrenz in Shanghai die Titel über 50 m Kraul und 50 m Delfin.