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Daviscup-Team fordert Argentinien

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Top-Gegner: Die Österreicher treffen in der ersten Weltgruppen-Runde 2007 daheim auf den diesjährigen Finalisten Argentinien.

Österreichs Tennis-Daviscup-Team hat am Donnerstag das erwartet schwere Los erhalten, aber in der ersten Runde der Weltgruppe 2007 (9. bis 11. Februar) Heimvorteil: Jürgen Melzer und Co. treffen auf den diesjährigen Finalisten Argentinien. Die Südamerikaner, die u.a. BA-CA-Trophy-Starter David Nalbandian in ihren Reihen haben, spielen vom 1. bis 3. Dezember in Moskau gegen Russland um ihren ersten Titel und könnten wie heuer Kroatien als frisch gebackener Sieger anreisen.

Untergrund wird entscheiden
"Das schlimmste Los wäre Argentinien auswärts gewesen, aber das ist zum Glück nicht gekommen", meinte Jürgen Melzer zu der im Foro Italico in Rom erfolgten Auslosung, die der Niederösterreicher im Internet mitverfolgt hat. Gegen diese Mannschaft werde es besonders wichtig sein, den richtigen Untergrund auszuwählen. "Wir müssen uns jetzt zusammensetzen und den geschicktesten Belag auswählen. Sand wird es sicher nicht werden", prophezeite Melzer.

Heiße Premiere für Schaller
Auch für Neo-Daviscup-Kapitän Gilbert Schaller, der Thomas Muster in dieser Funktion nachfolgte, ist es freilich eine heiße Premiere gegen Nalbandian und Co. Neben dem Weltranglisten-Vierten stammen auch Gaston Gaudio (ATP-Nr. 20), Jose Acasuso (25) und Kitzbühel-Sieger Agustin Calleri (31) sowie der derzeit außer Form befindliche Guillermo Coria aus dem Land des zweifachen Fußball-Weltmeisters.

"Schwer und attraktiv"
"Ich bin froh, dass wir dieses Duell zu Hause haben. Es ist eine schwere Auslosung und ein sehr attraktiver Gegner. Aber ich sage: Die Chance lebt! Ich traue es dem Jürgen zu, wenn er über sich hinauswächst, dass er den einen oder anderen Punkt holt", glaubt Schaller. Das ÖTV-Doppel habe auf Grund der derzeitigen Klasse ohnehin eine 50:50-Chance. Es müsse einfach alles optimal laufen. Auch Schaller schließt Sand als Belag aus. "Sand ist sicher nicht das, was mir bei den Argentiniern einfällt, auch wenn ein Nalbandian natürlich auf allen Belägen sehr gut spielen kann. Aber ein Daviscup-Team besteht ja nicht nur aus einem Spieler."

Wo wird gespielt?
Als Austragungsort steht auch wieder einmal Wien zur Debatte. "Das wäre schön, wenn wir wieder einmal in der Bundeshauptstadt spielen, aber das kann man sich nur wünschen", meint Bukarest-Sieger Melzer. ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl wusste am Donnerstag jedenfalls schon, dass im Februar in Wien nur das Dusikastadion frei ist, da in der Stadthalle eine Damen-Hockey-WM stattfindet.

Hoffen auf ein Wunder
"Ich erwarte mir viele Zuschauer. Es ist ein sehr hartes Los, aber ich hoffe, dass es den Spielern gelingt, über sich hinauszuwachsen", meinte Teuschl. Dazu sei aber "ein kleines Wunder" nötig. Teuschl wünscht sich eine Halle, die mindestens 5.000 Zuschauer fasst, es gäbe aber in Österreich mehrere Möglichkeiten, nicht nur in Wien. Schaller ist dazu "völlig offen. Wir haben auch in Graz schon sehr gute Daviscup-Veranstaltungen gehabt."

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