Alles Roger
Federer über eigene Überlegenheit erstaunt
"Mir fehlen die Worte" - Roger Federer erdrückt die Konkurrenz und ist über sich selbst erstaunt.
Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks und "dem vielleicht besten Tennis, das ich je gespielt habe", hat Roger Federer seine Dominanz mit dem dritten Weltmeister-Titel untermauert. Die Lobeshymnen nahmen nach dem 6:0,6:3,6:4 im Finale gegen den US-Amerikaner James Blake im Qi-Zhong-Stadium von Shanghai kein Ende. Federer selbst verschlug es zeitweise die Sprache. "Mir fehlen eigentlich die Worte", sagte der 25-jährige Schweizer. "Einmal musste ich auf dem Platz sogar darüber lachen, wie gut ich spiele. Was immer ich versucht habe, es hat geklappt."
Blake ohne Illusionen
"Wir alle jagen Roger, aber er ist mindestens einen Kopf größer als wir. Es wird sehr schwierig, ihn zu entthronen", erklärte Finalist Blake. Federer hat hart gearbeitet, kleine Schwächen ausgemerzt und degradiert seine Gegner zu Statisten. " Aber es überrascht auch mich, dass ich auf den Platz kommen kann und einen Top-Five- oder Top-Ten-Spieler so klar zu schlagen vermag. Ich habe keine Erklärung dafür, weshalb ich in solchen Momenten so gut spiele" , erklärte der Weltranglisten-Erste, der von 97 Partien im heurigen Jahr nur fünf verloren hat - vier in Endspielen gegen den Spanier Rafael Nadal, dem er aber in China ebenfalls keine Chance ließ, und eines gegen Andy Murray (GBR).
Nummer-1-Rekord im Februar
An Federers Ausnahmestellung wird sich 2007 vorerst sicher nichts ändern, schon jetzt steht fest, dass der Sieger von neun Grand-Slam-Turnieren auch am 26. Februar noch immer die Nummer eins sein wird. Er wird dann die 161. Woche nacheinander und damit eine Woche länger als der bisherige Rekordhalter, der US-Amerikaner Jimmy Connors (160) Spitze gewesen sein. "Das ist definitiv einer der bedeutenden Rekorde in meiner Karriere. Aber ich werde erst feiern, wenn es soweit ist, nicht schon heute", bemerkte Federer.
Für ihn bedeutet die Fortsetzung der Dominanz harte Arbeit. "Es ist sehr schwierig, diesen Level zu halten. Mehr als 90 Matches zu gewinnen, kostet viel Substanz. Auch das Reisen ist anstrengend", betonte Federer. "Aber ich hoffe, dass ich gesund bleibe, dann habe habe ich definitiv eine gute Chance, weiterhin so stark zu spielen. Ich freue mich jedenfalls auf die Herausforderung."
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