Jones will schon in Athen starten

Rehabilitierung

Jones will schon in Athen starten

Nach ihrer Entlastung vom Doping-Verdacht plant US-Sprinterin Marion Jones bereits ihr Comeback.

Wie ihr Manager Charles Wells verlautbarte, will die dreifache Olympiasiegerin von Sydney bereits beim Weltcup im Athener Olympiastadion am 16. und 17. September auf die Laufbahn zurückkehren. "Stuttgart kommt noch zu früh, aber sie hofft, in Athen und später in Shanghai (23. September) dabei zu sein", meinte Wells.

Seit dem Antreten in London am 28. Juli hat die 30-jährige Jones keinen Wettkampf mehr bestritten, seit Mitte August, als sie Stunden vor ihrem geplanten Auftritt beim Golden-League-Meeting in Zürich abreiste, nicht mehr mit vollem Einsatz trainiert. Am 18. August war ihre positive A-Probe wegen EPO-Dopings bekannt geworden, erst nach der Veröffentlichung ihrer negativen B-Probe am Mittwoch darf sie wieder laufen und ist zumindest vorläufig rehabilitiert.

Rätselraten über Form
"Ich denke nicht, dass es so schlimm ist. Sie ist aktiv geblieben, wir müssen nur noch ein bisschen Tempoarbeit machen", erklärte ihr Trainer Steve Riddick. "Wir werden sie so schnell wie möglich wieder in Rennform bringen." Bereits am Freitag wollte die ehemals schnellste Frau der Welt, die eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking als Ziel ausgegeben hat, das harte Training wieder aufnehmen.

WADA gibt sich skeptisch
Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA reagierte mit Zurückhaltung auf die überraschende Wende in der Causa Jones. "In solchen ungewöhnlichen Fällen ist es unsere Pflicht, das gesamte Material von beiden Tests anzufordern und herauszufinden, was passiert ist", meinte WADA-Boss Richard Pound, bekräftigte aber gleichzeitig, volles Vertrauen in den umstrittenen EPO-Test zu haben.