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Jessica Pilz holt Silber bei Kletter-EM

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Die 25-jährige Niederösterreicherin, die als Semifinal-Vierte in die Entscheidung gegangen war, steigerte sich im Finale und musste sich nur Olympiasiegerin und Weltcupdominatorin Janja Garnbret aus Slowenien geschlagen geben.

München. Kletter-Ass Jessica Pilz hat am Samstag in München im Vorstieg EM-Silber geholt und somit die erste Medaille für Österreich bei den European Championships gewonnen. Die 25-jährige Niederösterreicherin, die als Semifinal-Vierte in die Entscheidung gegangen war, steigerte sich im Finale und musste sich nur Olympiasiegerin und Weltcupdominatorin Janja Garnbret aus Slowenien geschlagen geben. Ebenfalls um Edelmetall kletterte danach Nicolai Uznik im Boulder-Bewerb der Männer.

Pilz hatte vor dem Finale gemeint: "So ganz fit fühle ich mich nicht, aber ich hoffe, dass ich ins Fighten komme." Das ist der KVÖ-Athletin gelungen, sie erreichte die Marke 45+. Besser war nur erwartungsgemäß Favoritin Garnbret, die erst knapp unterhalb des Tops aussteigen musste und 50+ erreichte. Bronze ging an die Französin Manon Hily aus Frankreich.

Pilz: "Megahappy mit dem zweiten Platz"

"Die Janja ist eigentlich unschlagbar, von dem her bin ich megahappy mit dem zweiten Platz, gerade nach der heurigen Saison mit dem Auf und Ab", strahlte die Vorstiegsweltmeisterin von 2018 im ORF-Interview. "Es wäre vielleicht ein bisserl was noch drinnen gewesen, ich habe den Zug falsch probiert, schnell statt langsam. Aber alles in allem bin ich voll zufrieden."

Sandra Lettner verpasste den Finaleinzug als Zehnte knapp. Auch Mattea Pötzi (17.) und Julia Fiser (20.) blieben hängen. Am Sonntag geht es für Pilz und Franziska Sterrer im Bouldern um das Finale. "Es hat einiges Haut gekostet, also die Haut ist recht dünn auf den Fingerspitzen. Aber ich kann auf alle Fälle recht befreit reinstarten, weil meine Hauptdisziplin ist aufgegangen", erklärte die frischgebackene Vizeeuropameisterin, die im Juli bei den World Games in den USA Vorstiegs-Gold geholt hatte.

Uznik im Finale

Im Männer-Bouldern zog Uznik als Dritter in die Sechser-Entscheidung ein. "Ich bin überglücklich, es war eine richtig schwere Runde", so der Kärntner, der von Konditionsproblemen nach einer kürzlich überstandenen Corona-Infektion berichtete. Jakob Schubert schied hingegen als Neunter des Halbfinales aus, er hat aber am Sonntag in seiner Paradedisziplin Vorstieg eine weitere Chance. Bester Boulderer in der Vorschlussrunde war der Tscheche Adam Ondra.

Schubert wurde von einem blutenden Finger gebremst, der versorgt werden musste und zu wenig Reibung bot. "Das ist kein Verletzungsproblem, aber sehr nervig. Ich hätte es von der Fitness locker drauf gehabt. Ich habe mich auch im Bouldern extrem gut in Form gefühlt, jetzt bin ich mal extrem enttäuscht", bedauerte der Routinier. Für den Vorstieg am Sonntag rechne er sich trotzdem viel aus. "Da sollte es normalerweise etwas solider gehen", so der Weltmeister von 2012, 2018 und 2021

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