Sportlerwahl

Melzer und Fischbacher Sportler des Jahres

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© Kernmayer
Zum Team des Jahres wurden die Nordischen Kombinierer gewählt.
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Sportler des Jahres

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Schlechteste Abschneiden seit 1987
Melzer siegte vor Skispringer Gregor Schlierenzauer und Biathlet Christoph Sumann. Die Plätze zwei bis fünf belegten ÖSV-Athleten. Allerdings kein Alpiner, Reinfried Herbst war als Siebenter deren Bestplatzierter. Für die Herren aus dem ÖSV-Alpinlager war es das schlechteste Abschneiden seit 1987, als kein Skifahrer unter die besten 15 kam.

Bei den Damen gewann mit Andrea Fischbacher ebenfalls die Favoritin. Nach zwei Jahren der Regentschaft von Jukic holte sie die acht Kilogramm schwere Trophäe aus Stahl und Bronze wieder zu den Skidamen. "Ich habe es nicht geglaubt, bis mein Name gefallen ist. Es ist eine große Ehre für mich", sagte die Olympiasiegerin, einzige Goldmedaillengewinnerin der ÖSV-Alpinen in Kanada. Fischbacher entschied die zum 62. Mal durchgeführte Wahl vor ihrer ÖSV-Teamkollegin Marlies Schild und Kanu-Weltmeisterin Corinna Kuhnle.

Olympia-Gold
In der Mannschaftswertung standen unter anderem drei mit Olympia-Gold dekorierte Teams zur Wahl. Das Rennen machten die Nordischen Kombinierer mit Felix Gottwald, Bernhard Gruber, David Kreiner und Mario Stecher. Die Kombinierer gewannen die Wahl zum fünften Mal seit 1978 und entthronten die zuletzt zweimal erfolgreichen Skispringer. Die Skispringer landeten vor den Biathleten und den Rodlern Andreas und Wolfgang Linger. "Wenn man gesehen hat, wie viele Teams heuer gut waren, dann ist der Sieg ein Wahnsinn", erklärte Stecher. "Wir müssen die Leute berührt haben, dass sie sich für uns entschieden haben, das ist eine Riesenwertschätzung", so Kreiner.

Den längsten Applaus erhielt aber kein Aktiver. Toni Innauer, 1980 selbst Sportler des Jahres und später fast 17 Jahre lang nordischer Direktor des ÖSV, erhielt den Special Award und wurde mit Standing Ovations geehrt. Die Laudatio hielt sein einstiger Mentor Baldur Preiml, der den Weg vom jähzornigen Talent zu einem der erfolgreichsten Sportfunktionäre Österreichs nachzeichnete. Innauer, der über seine Auszeichnung "ehrlich überrascht" war, weil er nicht informiert gewesen war, trat im Frühjahr zurück.

Aufsteiger des Jahres
Aufsteiger des Jahres wurde Golf-Amateur Matthias Schwab, der als 32. bei den Austrian Open für das beste Ergebnis eines 15-Jährigen auf der European Tour gesorgte hatte. Die Abstimmung erfolgte unter Fans im Internet, der Steirer erhielt fast zwei Drittel der rund 100.000 abgegebenen Stimmen.

Die Wahl zur Sportlerin des Jahres mit Behinderung gewann Claudia Lösch. Die Niederösterreicherin holte sich bei den Paralympics in Vancouver bei den sitzenden Athletinnen im Alpin-Skilauf Gold in Slalom und Super-G, Silber in der Superkombination und Bronze in der Abfahrt und hatte damit Hauptanteil, dass das ÖPC-Team in der Medaillenwertung Rang sieben belegte. Sportler mit Behinderung 2010 wurde Georg Tischler (Leichtathletik), bei den Special Olympics wurde Thomas Praxmarer (Ski alpin) geehrt.

An der Wahl zu Österreichs Sportlern des Jahres, die zum 62. Mal durchgeführt wurde, nahmen rund 240 Sportjournalisten teil, die erstmals per Internet ihre Stimme abgaben. Die Wahl wurde von der Sporthilfe in Zusammenarbeit mit Sports Media Austria, der Vereinigung der österreichischen Sportjournalisten, durchgeführt.

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