Olympia-Chef Jungwirth angeklagt

2,7 Millionen abkassiert

Olympia-Chef Jungwirth angeklagt

Ex-ÖOC-Generalsekretär Jungwirth muss sich wegen Untreue verantworten.

Salzburg. Jahrelang war er in Österreichs Olympia-Komitee (ÖOC) der mächtige Drahtzieher – jetzt muss sich Heinz Jungwirth vor Gericht verantworten. Die Vorwürfe wiegen schwer: Insgesamt 2,7 Millionen Euro soll der heute 62-Jährige veruntreut und auf sein eigenes Konto überwiesen haben. Mit dem Geld soll sich der Funktionär ein Leben der Luxusklasse geleistet haben.

Seine Pferde hatten’s gut: Stall mit Fußbodenheizung
Mit Geldern aus der Olympia-Kasse hätte er sich nicht nur ein Herrschaftshaus in Hollabrunn (NÖ) um 1,5 Millionen Euro geleistet – davor waren auch gleich fünf Luxus-Karossen geparkt: unter anderem zwei Porsche 911, ein Audi A8 und ein Puch-Geländewagen. Doch damit noch längst nicht genug. Jungwirths teuerstes Hobby waren wohl seine Pferde. Seinen zehn Dressur-Pferden baute er sogar einen Stall mit Fußbodenheizung. Bis zu 500.000 Euro soll sein luxuriöser Lebensstil so jährlich gekostet haben. Alles finanziert durch das ÖOC!

Auch Stellvertreterin droht jetzt Verurteilung
Mit Jungwirth auf der Anklagebank wird auch seine langjährige Stellvertreterin Manuela K. sitzen. Allerdings: Die 49-Jährige hat sich im Gegensatz zu Jungwirth laut Staatsanwaltschaft nicht selbst bereichert. Ihr Verschulden: Sie habe Belege über 356.000 Euro einfach unterzeichnet, ohne sie zu prüfen.

Noch ist die Anklage nicht zugestellt. Fest steht aber: Der Prozess wird nicht in Salzburg, sondern am Landesgericht für Straf­sachen in Wien stattfinden. Denn der ÖOC hat seinen Sitz in der Hauptstadt. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

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