Pepo Puch

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Paralympics: 6 Medaillen in 24 Stunden

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Österreicher mit Medaillenregen in Rio de Janeiro.

Sie sind Helden, räumen bei Olympia kräftig ab:  Zuletzt erkämpfte der bärenstarke Linzer Markus "Mendy" Swoboda am Donnerstag die Silbermedaille im Kanu-Sprint. Der 26-jährige sechsfache Ex-Weltmeister musste sich im 200-m-Finale nur dem starken Australier Curtis McGrath geschlagen geben.  Swoboda waren als Siebenjährigem nach einem schweren Unfall beide Unterschenkel amputiert worden.

Seine Silberne ist die inzwischen sechste Medaille  für unser erfolgreiches Team, während die „normalen“ Olympioniken mit Ach und Krach und 20 Millionen Unterstützung gerade eine Bronzene (im Segeln) holten.

Unserer vorerst einziger „Goldboy“ ist Dressurreiter Pepo Puch, 50, ein Steirer. Er wiederholte seinen Einzeltriumph von London 2012, sein  Hengst Fontainenoir, war hervorragend: „Er ist noch nie so gut gegangen", jubelte  der Grazer:   „Es ist ein überwältigendes Gefühl, einfach unglaublich und kaum zu fassen, es hat alles gepasst“.

Puch, ein Rauchfangkehrer, stürzte im  August 2008 mit seinem Pferd: Er zog sich Brüche im Bereich des dritten und vierten Halswirbels zu, eine inkomplette Querschnittlähmung ist die Folge.

Nur knapp an Gold vorbei rauschten die beiden Handbiker Thomas „Tiger Tom“ Frühwirth, 35,  und Walter Aiblinger, 47: Innerhalb von nur 20 Minuten gewannen die beiden Silber: Frühwirth in der Klasse H4, Aiblinger in der Klasse H3.  Frühwirth hatte 2004 einen schweren Motorradunfall, kann seither seine Beine nicht mehr bewegen (inkomplette Querschnittlähmung).  Aiblinger, ein Zimmermann, ist vom Baustellegerüst gestürzt und querschnittgelähmt.

Andreas Onea, 24, unser Paradeschwimmer, gewann Bronze. Bei Olympia in Peking war er noch auf Platz 6, in London schrammte er knapp an Bronze vorbei, jetzt der Erfolg: „ Ich bin so unglaublich glücklich“, strahlte er.

Onea ist mit seiner Familie bei einem Autounfall verunglückt, sein linker Arm musste amputiert werden.

Den Auftakt zum Austro-Medaillen-Regen machte Tischtennisspieler Krisztian Gardos, 41 (Hüftarthrose seit 2010, eingeschränkt bewegungsfähig). Gardos erkämpfte Bronze. Der Erfolgsrun der Österreicher ist aber noch nicht vorbei  - schon heute könnte die nächsten Medaillen folgen.

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