Todes-Drama überschattete Wien-Marathon

Österreicher (40) erlag Herzstillstand

Todes-Drama überschattete Wien-Marathon

Todesdrama um 40-jährigen österreichischen Läufer trübte das Vienna-City-Marathon-Comeback. 

Die Laufwelt blickte auf den ersten City-Marathon seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Die TV-Bilder aus Wien bei herrlichem, allerdings zu warmem Spätsommerwetter mit insgesamt 26.000 Teilnehmern gingen um den Globus. Doch all jene, die die Live-Bilder aus Wien sahen, wurden auch Zeugen eines Rettungs-Dramas im Zielraum: Während die schnellsten Marathon-Läufer nach 42,195 km vor dem Burgtheater in den für die Asse reservierten Zielkanal liefen, spielten sich daneben fürchterliche Szenen ab.

Österreicher (40) erlag Herzkreislauf-Stillstand

Ein 40-jähriger Halbmarathon-Läufer aus Österreich brach zusammen. Herzkreislauf-Stillstand! Samariterbund-Sanitäter und ein Notarzt waren sofort zur Stelle und versuchten, den Mann zu reanimieren. Um genügend Platz für die Notmaßnahmen zu bekommen, wurden alle Läufer in den Kanal der ins Ziel kommenden Marathon-Asse geleitet.

Laut Veranstalter wurde der 40-Jährige "unter Reanimationsbedingungen ins Krankenhaus gebracht". Von dort kam gegen 15 Uhr die Todes-Meldung. Marathon-Chef Wolfgang Konrad: "Wir sind sehr betroffen von diesem Fall. Unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Läufers." Auch beim bislang letzten Vienna City Marathon 2019 war ein 60-jähriger Teilnehmer zusammengebrochen und im Wiener AKH verstorben.

Kardiologe: »Restrisiko wird immer bleiben«

Setzen sich die Marathon-Läufer einem zu großen Risiko aus? Der frühere Vienna-City-Marathon-Arzt und ehemalige Spitzenläufer Bernhard Richter relativiert: "Es ist schlimm für alle Beteiligten. Aber ein gewisses Restrisiko lässt sich bei einem Marathon bzw. Halbmarathon nie ausschließen." Bei Zehntausenden gebe es schon statistisch gesehen ein entsprechendes Risiko.

Kardiologe Richter rät allen Hobbyläufern zu einer gewissenhaften Vorbereitung inklusive medizinischem Vorab-Check. "Aber selbst dabei bleibt ein Restrisiko."