Tyson zieht über Klitschkos her

"Beide in einer Runde umgehaut"

Tyson zieht über Klitschkos her

47-jähriger Ex-Box-Weltmeister hätte in Klitschkos keine würdigen Gegner gesehen.

Auch als halbwegs gezähmter Ex-Boxprofi bietet Mike Tyson noch einigen Unterhaltungswert. "In Bestform würde ich beide in einer Runde umhauen", sagte der ehemals jüngste Box-Weltmeister der Geschichte in einem Interview der "Bild am Sonntag" über die amtierenden Schwergewichts-Titelträger Witali und Wladimir Klitschko. Der 47-jährige Ex-Champion aus den USA, der drei Jahre wegen Vergewaltigung im Gefängnis saß und nach eigenem Bekunden kokain-, alkohol- und sexsüchtig war, wirbt mit einem weltweiten Interview-Marathon für seine Biografie "Unbestreitbare Wahrheit".

"Als Kind war ich arm, dann sehr arm und schließlich bettelarm", schilderte der schwer tätowierte Tyson die ersten Jahre seines Lebens. Auf dem Höhepunkt seiner sportlichen Karriere, die er 2005 beendete, verdiente er im Jahr 2000 "65,7 Millionen Dollar". Der schlimmste Augenblick seines wechselvollen Lebens sei der tragische Unfalltod seiner damals vierjährigen Tochter gewesen.

Angeblich soll der russische Milliardär Andrej Ryabinsky ein Rematch gegen Evander Holyfield planen, dem Tyson 1997 in einem WM-Kampf ein Stück des rechten Ohres abgebissen hatte. Aber ein Tyson-Comeback ist wohl nicht zu erwarten. Auf die Frage, für wie viel Geld er wieder boxen würde, erklärte der Hobby-Taubenzüchter: "So eine große Summe hat es bisher nicht gegeben. Ich weiß das, weil mir schon eine Menge Geld geboten wurde. Und ich habe immer abgelehnt. Ich bin glücklich, so wie mein Leben gerade ist." Er genieße seine Rolle als Zuschauer am Ring.