Westwood von Nr. 1-Debatte genervt

Kein Major-Sieg

Westwood von Nr. 1-Debatte genervt

Engländer will Debatte um seinen Nr. 1-Status ohne großen Titelgewinn beenden.

Zunehmen "genervt" reagiert Lee Westwood auf die Tatsache, dass er sich für seine Weltranglisten-Führung im Golf ohne Major-Sieg rechtfertigen muss. "Es geht mir auf die Nerven, ständig darauf angesprochen zu werden. Ich werde das womöglich künftig daher eher nicht mehr kommentieren", sagte der 38-jährige Engländer vor dem am Donnerstag beginnenden Europa-PGA-Turnier in Seoul (2,2 Mio. Euro), bei dem als einziger Österreicher Martin Wiegele am Abschlag steht.

Westwood thront durch seinen jüngsten Sieg in Jakarta seit Wochenbeginn wieder an der Spitze der Golf-Weltrangliste. Im Oktober des Vorjahres hatte er bereits die jahrelange Regentschaft von Tiger Woods beendet, dabei aber auch von der Krise des Szene-Superstars profitiert. Dieses Jahr war Westwood für acht Wochen vom deutschen PGA-Champion Martin Kaymer abgelöst worden.

"Die Weltrangliste und ein Major-Sieg sind zwei völlig verschiedene Dinge. Bei der Weltrangliste geht es vor allem um Konstanz, du musst dich jede Woche beweisen", erklärte Westwood. Er habe zwar bisher noch kein Major gewonnen, sei aber mehrmals knapp dran gewesen. "Ich hoffe sehr, dass es bald einmal damit klappt", so Westwood. Die nächste Gelegenheit sind die US-Open von 16.-19. Juni in Bethesda, Maryland.