Ballon d'Or

Sexismus-Skandal bei Fußball-Gala

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Bei der Fußball-Gala 'Ballon d'Or' kam es zum Eklat.  

Weltfußballer Luka Modric hat am Montag erwartungsgemäß auch den "Ballon d'Or" gewonnen. Der kroatische Superstar von Real Madrid behielt im Kampf um den goldenen Ball für den besten Fußballer der Welt die Oberhand und trat die Nachfolge von Juventus-Turin-Stürmer Cristiano Ronaldo an. Die Auszeichnung wird vom französischen Fachmagazin "France Football" bereits seit 1956 vergeben. Die Auszeichnung ist unabhängig vom Weltverband - seit 2016 veranstaltet die FIFA wieder eine eigene Wahl zum Weltfußballer des Jahres. 

Die "Kopa"-Trophäe für den besten U21-Kicker der Welt ging an Mbappe - auch der Triumph des PSG-Akteurs war alles andere als eine Überraschung. Mit Salzburgs Amadou Haidara war auch ein Spieler aus der österreichischen Bundesliga unter den zehn Nominierten gewesen. Wie jene für den besten U21-Akteur wurde auch die Ehrung der besten Spielerin des Jahres erstmals vergeben. Den Titel sicherte sich die Norwegerin Ada Hegerberg, die bei Champions-League-Sieger Olympique Lyon unter Vertrag steht.

Sexismus-Eklat

Bei der Auszeichnung der norwegischen Fußballerin kam es dann auch zu einem Eklat. Der französische DJ Martin Solveig, der durch die Gala führte, fragte Hegerberg, ob sie „twerken“ kann. Die Fußballerin sollte also eine Tanzeinlage vorführen und dabei hübsch mit dem Hintern wackeln.  Die Norwegerin reagierte verlegen auf Frage und ging darauf nicht ein.

Im Internet setzte sofort ein Shitstorm gegen Solveig ein.

 

 

 

Entschuldigung

Der DJ, der die Zeremonie musikalisch begleitet hatte, entschuldigte sich daraufhin. "Ich wollte natürlich niemanden beleidigen", schrieb Solveig auf Twitter. "Es war ein Witz, vielleicht ein schlechter Witz." Hegerberg selbst zeigte sich gelassen. "Ich fand das nicht sexistisch", sagte die Stürmerin nach der Zeremonie. Der DJ habe sich zudem bei ihr entschuldigt. Auf die Frage, ob ein männlicher Fußballer jemals zu einem solchen Tanz aufgefordert werden würde, sagte sie: "Das ist eine gute Frage."
 

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