Das Davis-Cup-Duell gegen Ungarn steigt zwar erst im September! Doch Kapitän Jürgen Melzer hätte den Aufstiegs-Kracher am liebsten schon jetzt. Hier lesen Sie, wieso.
Auf dem Papier geht Österreich Mitte September als krasser Außenseiter in das Aufstiegs-Duell gegen Ungarn. Mit Fabian Marozsan (ATP-56.) und dem erst kürzlich aus den Top 100 gefallenen Marton Fucsovics ist Ungarn das vermeintlich stärkere Team. Doch die Weltrangliste spiegelt nicht das aktuelle Leistungsvermögen der Österreicher wider.
"Underdog-Rolle kann uns helfen"
Nach dem Höhenflug von Sebastian Ofner (ATP-Nr. 108) und Flip Misolic (ATP-Nr. 140) bei den French Open hat Melzer allen Grund, optimistisch zu sein: "Ich würde die aktuelle Form der Burschen am liebsten konservieren." Kein Wunder: Sebastian Ofner in den vergangenen Wochen Siege gegen Frances Tiafoe (ATP-16.), Karen Chatschanow (RUS/ATP-24) oder Nuno Borges (POR/41), die allesamt höher im Ranking liegen. Filip Misolic bezwang auf dem Weg in die dritte French-Open-Runde Denis Shapovalov (CAN/31) in fünf Sätzen. "Klar sind wir Außenseiter, aber da ist schon was möglich. Es ist auch manchmal angenehm, in der Underdog-Rolle reinzugehen," brennt Melzer auf das Duell.
Djokovic über Misolic: "Spielt für Österreich, hat aber kroatische Wurzeln"
Nach dem French-Open-Drittrundenduell gegen Filip Misolic sorgte Novak Djokovic mit einer Aussage für Aufsehen: "Er (Misolic, d. Red.) spielt zwar für Österreich, hat aber einen kroatischen Hintergrund." Misolic, der zwar in Graz auf die Welt kam aber kroatische Eltern hat, räumte nach Nachfrage auf: "Das ändert nichts bei mir. Ich fühle mich wie ein Österreicher und so gehe ich es auch an."