So will sich das Tennis neu erfinden

Regel-Revolution

So will sich das Tennis neu erfinden

Die NextGen-ATP-Finals in Mailand sind der erste Testlauf für neue Regeln.

Der letzte Höhepunkt der Tennis-Saison startet Ende dieser Woche in London. Bei den ATP-Finals stehen sich die acht weltbesten Tennisspieler gegenüber - mit dabei: Dominic Thiem.

Die kommenden Jungstars starten bereits am Dienstag in Mailand in ihre Finals. Die acht aufstrebendsten Talente bis 22 Jahre werden bei den NextGen-Finals um den Titel kämpfen. Und sie werden erstmals neue Regeln am Court kennenlernen. Die ATP nutzt das Turnier als Testlauf für ihre geplante Regel-Revolution.

Vor allem die Vermarkter sehen sich nach mehr Spektakel, mehr Schnelligkeit und einem anderen Format. Das bis Samstag angesetzte Turnier steht vor allem aufgrund der zu testenden Neuerungen im Blickpunkt. Die Partien werden im Best-of-5-Modus bestritten. Wer vier Games für sich entscheidet, gewinnt den Satz, bei 3:3 gibt es ein Tiebreak. Ein Aufschlag mit Netzberührung wird nicht wiederholt. Zwischen den Punkten sorgt ein Countdown dafür, dass die 25 Sekunden lange Pause nicht überschritten wird.

Hintergrund: Durch verbesserte Schlägertechnologie und die Athletik der Spieler werden die Matches immer länger. Um jugendliche Zuseher weiter für den Sport zu interessieren, gehört mehr Tempo rein, so die Initiatoren. Grundsätzlich ist das Ausprobieren von neuen Formaten zu begrüßen.

Eine andere und viel leichter umsetzbare Änderung um den Sport vielfältiger zu machen, wäre eine Modifizierung der Bodenbeläge. Mittlerweile ähneln sich die Courts sehr stark, selbst von Rasen auf Sand ist wenig Unterschied mehr da. Die Unterschiede wieder deutlicher zu machen, wäre ein einfaches Unterfangen, das viel bewirken könnte.