NBA verhandelt Gehaltskürzungen: Pöltl stark betroffen

Legionär würde fast Million verlieren

NBA verhandelt Gehaltskürzungen: Pöltl stark betroffen

In der National Basketball Association (NBA) haben laut ESPN bereits Verhandlungen über die finanziellen Folgen der Corona-Krise für die Spieler begonnen. 

Den NBA-Profis drohen zwar erst bei einem Abbruch oder einer Verkürzung der Saison Gehaltseinbußen, doch in den Verhandlungen soll geklärt werden, wie Spielern, beginnend mit der Gehaltsrunde Mitte April, schon weniger bezahlt werden kann.
 
Damit soll vermieden werden, dass die Profis zunächst weiter ihr komplettes Gehalt erhalten und der NBA am Ende Geld zurückzahlen müssen. Jeder Spieler verliert pro nicht ausgetragenem Match im Grunddurchgang 1/92,6 seines Jahresgehalts. Der Divisor 92,6 wurde aufgrund der 82 Spiele in der "regular season", fünf Preseason-Partien sowie einer etwaigen Play-off-Teilnahme, die in der verwendeten Formel mit 5,6 Matches berücksichtigt wird, von der Spielergewerkschaft NBPA in den Verhandlungen mit den Club-Eigentümern festgelegt.
 
Im Falle von Topverdiener Stephen Curry, dem die Golden State Warriors in dieser Saison ein Grundgehalt von exakt 40.231.758 US-Dollar (37,58 Mio. Euro) bezahlen, wären das bei einem kompletten Saisonabbruch 7.385.960 US-Dollar (6,90 Mio. Euro), weil das Team aus San Francisco erst 65 von 82 Grunddurchgangsspielen absolviert hat.
 

Pöltl würde sechsstellige Summe verlieren

Für Österreichs NBA-Pionier Jakob Pöltl, der 3.754.886 US-Dollar (3,51 Mio. Euro) kassiert, würde sich der Verlust auf 770.441 US-Dollar (rund 719.550 Euro) belaufen, da die San Antonio Spurs sogar noch 19 Matches in der "regular season" zu absolvieren haben. Die NBA will nun laut ESPN bei der nächsten Lohnauszahlungsrunde am 15. April bis zu 25 Prozent der noch ausstehenden Spielergehälter einbehalten.
 
Aktuell stemmt sich die beste Basketball-Liga der Welt vehement gegen einen Saisonabbruch und arbeitet an diversen Szenarien, um die Saison eventuell verkürzt in Turnierform und sogar in leeren Hallen doch noch zu einem sportlichen Ende zu bringen. Die USA sind mittlerweile mit rund 190.000 bestätigten Fällen das weltweit weitaus am stärksten von Covid-19 betroffene Land. Mehr als 4.000 Menschen starben in den Vereinigten Staaten von Amerika bis Dienstag an der vom Sars-CoV-2-Erreger verursachten Lungenkrankheit.