Lara Gut fängt Fenninger auf "Raptor" ab

Wintersport

Lara Gut fängt Fenninger auf "Raptor" ab

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ÖSV-Damen stark. Fischbacher "eröffnete" neue, anspruchsvolle WM-Strecke.

Andrea Fischbacher hat am Dienstag in Beaver Creek als erste Rennläuferin die WM-Abfahrt 2015 in Angriff genommen, Lara Gut dort die erste Bestzeit erzielt. Die Schweizerin, die im Oktober den RTL-Saisonstart in Sölden gewonnen hat, erzielte am Dienstag bei Prachtwetter in 1:43,42 Min. Bestzeit vor der Österreicherin Anna Fenninger (+0,48) und der Liechtensteinerin Tina Weirather (+0,58).

Anspruchsvolle Strecke mit 2.530 Meter Länge

Strahlender Sonnenschein empfing die Rennläuferinnen in Colorado bei der Premiere auf der neuen und anspruchsvollen Piste mit dem Namen "Raptor". Die Strecke, auf der im Februar 2015 um WM-Medaillen gefahren wird, beginnt auf 3.440 Metern Seehöhe und windet sich 2.530 Meter lang parallel zur Herrenstrecke "Birds of Prey" zu Tal und ist stellenweise sogar steiler als die legendäre Raubvogelpiste. Der Kurs war perfekt präpariert, nur die öffentliche Zeitnehmung funktionierte nicht.

"Absolut WM-würdig", lautete der allgemeine Tenor der Speed-Damen, von denen einige beim ersten Test wie erwartet noch ihre liebe Not hatten. Vor allem in den extrem steilen und kurvigen Streckenteilen, und davon gibt es auf der "Raptor" genug, auch wenn sie ebenfalls mit einem langen Flachstück beginnt.

Fenninger schnellste ÖSV-Läuferin
Ab "The Apex" kippt der Hang wie bei den Herren aber steil weg, es geht also die Post ab. Fenninger war trotz ihrer Probleme die schnellste der verjüngten und stark fahrenden ÖSV-Speedmannschaft (Neun in den Top-31), in der nach dem dienstäglichen "Schnupperkurs" ab Mittwoch eine interne "Qualifikation" läuft. Allerdings erzielte Regina Sterz ihre viertbeste Zeit am Dienstag mit Torfehler.

"Hier gleich beim ersten Mal alle Kurven richtig zu treffen, ist schon schwierig", sagte Fenninger, die im unteren Teil viel Speed verloren hatte. "Es ist halt schon was anderes als in Lake Louise, wo man schon hundert Mal runtergefahren ist." Die Raptor ist auch für die Salzburgerin eine einzige Herausforderung. "Es gibt so viele Wellen, dass man teilweise nicht von Tor zu Tor sieht und sich viel merken muss. Das ist eine richtig WM-würdige Strecke."

Fischbacher "eröffnete" WM-Strecke

Für Andrea Fischbacher ging ein großer Wunsch in Erfüllung. Weil die Deutsche Gina Stechert verletzungsbedingt passen musste, ging die Salzburgerin mit Startnummer zwei als erste Rennläuferin ins erste Training und sie war am Ende als Elfte hinter Fenninger, Sterz und Nicole Schmidhofer (7.) viertbeste ÖSV-Läuferin.

"Eine komplett neue Strecke und du darfst sie als erste runterfahren, das ist echt cool", sagte die Super-G Olympiasiegerin, die nach einem Schuhwechsel (Lange) wieder in die Erfolgsspur will. "Hier geht's richtig bergab. Die Strecke gehört sicher zu den Schwierigsten. Es ist alles drin, was eine Abfahrt braucht."

Bestzeithalterin Lara Gut war sich einig mit Fenninger und Co. Auch die Schweizerin empfand die "Raptor" als eine Mischung aus Zauchensee und Val d'Isere.

Die stärksten Bilder von Anna Fenninger

21. Jänner 2012: Fenninger legt einen Blitz-Start beim RTL in Kranjska Gora hin.

16. Jänner 2012: Fenninger hat viel Spaß beim Training.

13. Jänner 2012: Schussfahrt beim Abfahrtstraining in Cortina.

13. Jänner 2012: Fenninger beim Abfahrtstraining in Cortina.

5. Jänner 2012: Fenninger strahlt auf der Pressekonferenz zur Abfahrt in Bad Kleinkirchheim.

5. Jänner 2012: Fenninger rast um beim Abfahrtstraining in Bad Kleinkirchheim um die Tore.

9. November 2011: Fenninger, die Diva - Sonst kennt man die ÖSV-Läuferin nur im Rennanzug und mit Winterjacke, doch bei der Gala-Nacht des Sportes beweist sie, dass sie auch in einem trägelosen Kleid hervorragend aussieht.

14. Oktober 2011: Fototermin zur offiziellen Einkleidung der ÖSV-Läufer

24. Februar 2011: Ob Fenninger Zeit und Muße hatte sich im schwedischen Åre diese wunderbare Aussicht anzusehen, bevor sie sich mit Höchstgeschwindigkeit die Piste hinunterstürzte?.

11. Februar 2011: Ihre Glanzleistung bringt sie zum erhofften WM-Titel. Glücklich beißt Fenninger in Garmisch in ihre Goldmedaille.

5. Dezember 2010: Rasante Sprünge beim Super-G der Damen in Lake Louise.

13. Juli 2010: Fenninger im sexy Bikini - das sehen die Fotografen nur beim ÖSV-Sommertraining. Hier beim Kitesurfen in Podersdorf.

10. Juni 2010: Anna Fenninger (l.) und Andrea Fischbacher (r.) sind Feuer und Flamme für die Fußball-WM in Südafrika. Auf dem Trainingscamp in Pinkafeld treiben sie Schabernack mit ihren Vuvuzelas.

4. März 2010: Schnelle Piste, weite Sprünge. Fenninger beim Abfahrtstraining im Schweizer Crans Montana.

18. Februar 2010: Fenninger ist von ihrem Abfahrtslauf bei der Superkombi bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver sichtlich wenig begeistert.

4. März 2009: Beim Super-G in Cortina fährt Fenninger (r.) auf den 3. Platz. Mariella Voglreiter (l.) auf Silber.

24. November 2009: Die Sun Peaks in Kanada machen ihrem Namen alle Ehre. Beim ÖSV-Training lacht die Sonne auf Anna Fenninger herab, auch wenn Teile der Piste noch von Wolken umschlungen sind.

20. Juli 2008: Beim Training in Zermatt verletzt sich Fenninger - muss mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

18. November 2006: Die junge Anna Fenninger beim Damentraining in Copper Mountain, Colorado.

14. März 2006: Stolz präsentiert die junge Anna Fenninger ihre Europacup-Medaillen.

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