Adler sind unschlagbar

Oslo

Adler sind unschlagbar

Morgenstern kürte sich in Oslo zum Doppelweltmeister.

Unsere Superadler sind unschlagbar: Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer, Martin Koch und Andreas Kofler holten Team-Gold.

Jubelnd, strahlend und lachend stand unser Gold-Quartett im Zielraum von Oslo: Nach dem 108-Meter-Satz von Schlussspringer Thomas Morgenstern im zweiten Durchgang war klar: Österreich sicherte sich Gold im Team auf der Normalschanze.
Es war bereits der zweite Titel innerhalb von 24 Stunden für unsere Überflieger nach Morgensterns Triumph im Einzelbewerb. Silber ging an Norwegen, Bronze an Deutschland.
Morgi: „Bin dankbar, dass ich so glücklich sein darf“
„Es ist wunderschön, ich bin dankbar, dass ich so ein glücklicher Mensch sein darf“, sagte Morgenstern. „Es war wieder ein super Tag und super Sprünge. Es gibt nichts Schöneres, als wenn die Kollegen neben dir ein Lachen im Gesicht haben und man sich gemeinsam über etwas freuen kann.“ Und Schlierenzauer sagte fast gerührt: „Es ist eine Ehre, mit dem besten Team der Welt springen zu dürfen.“
Schon im ersten Durchgang hatten die Österreicher den Grundstein für die Goldmedaille gelegt: Schlierenzauer, Kofler, und Schlussspringer Morgenstern sprangen je 105 Meter weit, der weitestes Sprung glückte Koch mit 105,5 Metern.  
Doch es war zunächst spannender als erwartet: Denn unsere Adler hatten mit 525,4 „nur“ 10,7 Punkte Vorsprung auf Norwegen. Mit ein Grund war ein Patzer von Schlierenzauer: Der Tiroler schrammte bei seiner Landung nur haarscharf an einem Sturz vorbei.
Und er sorgte zu Beginn des zweiten Durchgangs gleich wieder für eine Schrecksekunde: Denn wieder wackelte er bei seiner Landung bei 103 Metern.
Morgenstern und Kofler waren unsere Besten
Doch seine Kollegen ließen ihn nicht im Stich: Koch landete bei 102 Metern, bekam aber Top-Noten. Kofler flog 103,5 Meter weit – und Morgenstern setzte mit seinem 108-Meter-Sprung den triumphalen Schlusspunkt  – der große Favorit Österreich hatte sich durchgesetzt. Kofler stolz: „Jeder hat erwartet, dass wir das nach Hause springen. Das ist nicht das Einfachste. Ich hab eine Riesenfreude, dass wir dem Druck standgehalten haben.“
Doch während das Gold-Quartett jubelte, stand einer im Abseits: Der fünffache Teamweltmeister Wolfgang Loitzl. Nach seiner überraschenden Nicht-Nominierung als Titelverteidiger auf der Normalschanze am Samstag fehlte er auch gestern bei der Mannschaft – alles deutet auf ein Ausklingen der Karriere des 31-Jährigen hin.
Und im Moment des Triumphs dachte Schlierenzauer an ihn: „Der beste Springer der WM 2009, der Wuff (Loitzls Spitzname, Anm.), sitzt in der Kabine und erlebt den Bewerb als Zuschauer. Bei mir hätte es mit der Verletzung auch passieren können.“

 

Teamweltmeister strahlten bei der Siegerehrung mit ­allen um die Wette. 

Thomas Morgenstern:  „Es gibt nichts Schöneres  als Gold, und wenn die Kollegen neben dir ein Lachen im Gesicht haben. Wir sind über 200 Tage gemeinsam unterwegs, da ist die Stimmung im Team sehr wichtig.“
 

Andreas Kofler: „Jeder hat erwartet, dass wir das nach Hause springen – was nicht unbedingt das Einfachste ist. Ich hab eine Riesen-Freude. Die Wertigkeit ist sehr hoch. Es ist eine Ehre für Österreich, an den Start gehen zu dürfen.“

Gregor Schlierenzauer:  „Es ist ein sehr schönes Gefühl zu wissen, im stärksten Team der Welt springen zu dürfen. Es ist nicht selbstverständlich. Der beste Springer der WM 2009, der Wuff, sitzt in der Kabine und erlebt den Bewerb nur als Zuschauer. Bei mir hätte es mit der Verletzung auch passieren können."
 

Martin Koch: „Es ist die erste Medaille für mich auf einer 90er. Dass ich auf der kleinen Schanze einmal Gold mache, hätte ich mir nicht gedacht.“