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Eishockey

Auftaktsieg der Salzburger Bullen

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Vizemeister Red Bull Salzburg ist zum Auftakt der Eishockey Liga mit einem 5:3-Heimsieg gegen Meister VSV in die neue Saison gestartet.

Vor allem die "Null-Toleranz-Politik" der Schiedsrichter machte den Villachern mehr als den Salzburgern zu schaffen. Insgesamt 28 Strafminuten fassten die Kärntner aus, während die Red Bulls nur 16 Minuten auf der Strafbank verbringen mussten.

Lakos gelingt erster Saisontreffer
Andre Lakos sorgte bereits in der dritten Spielminute für die Führung des Meisterschaftsfavoriten und das erste Tor der Saison. Er zog in einer Power-Play-Phase von der Blauen Linie ab, Goalie Gert Prohaska, dem die Sicht verstellt war, hatte keine Chance. Doch nur wenige Minuten danach erzielte Thomas Raffl den Ausgleich für den Meister. Der Youngster schob die Scheibe zum 1:1 (7.) ein. Der Finne Juha Lind (10.) und der Kanadier Frank Banham (17.) abermals mit einem Power-Play-Treffer sorgten jedoch für die 3:1-Drittelführung der Hausherren.

Offener Schlagabtausch
Im zweiten Spielabschnitt ging es dann Schlag auf Schlag. Zuerst kamen die Gäste durch einen Penalty von Dany Bousquet (27.) auf 2:3 heran. Roland Kaspitz wollte ein schönes Solo alleine vor Goalie Reinhard Divis abschließen, als ihn Verteidiger Greger Artursson unsanft von den Beinen holte. Doch Peter Kasper (33.) und Marko Pewal (34.) sorgten jeweils in einer Überzahlphase für die vermeintliche Vorentscheidung. Postwendend gelang Daniel Gauthhier (35.) der "Anschlusstreffer" zum 3:5. Dies sollte auch der letzte in diesem Spiel sein.

Divis rettet Bullen-Sieg
Im letzten Drittel waren die Salzburger auf "Ergebnis-Halten" bedacht. Der VSV hatte zwei Großchancen, doch Divis rettete den Red Bulls mit Glanzparaden den Sieg. In Minute 54 lief Markus Peintner halblinks alleine auf den Schlussmann der Salzburger zu, der aber erfolgreich hineingrätschte. So blieb es beim letztlich verdienten Auftaktsieg der Mozartstädter. Die Villacher, die ohne Neuzugang Devin Edgerton (Beckenverletzung) antraten, werden auf den Ex-Mannheim-Stürmer auch in den nächsten Spielen verzichten müssen.

Kritik an neuen Regeln
Der Villacher Gilbert Kühn meinte nach dem Auftaktspiel: "Die neuen Regeln benachteiligen kämpferische Mannschaften wie den VSV. Ich bin gegen diese neuen Regeln. Spielerisch starke Teams wie die Salzburger sind klar im Vorteil!"

Salzburgs Andre Lakos war dagegen hochzufrieden: "Das war ein Super-Auftakt. Wir haben dem VSV aber auch einige Tore geschenkt", betonte der Verteidiger und kritisierte gleichzeitig die Aussage von Kühn: "Wer spielen will, muss sich an die Regeln halten - wenn nicht, sitzt man auf der Bank."

EC Red Bulls Salzburg - EC VSV 5:3 (3:1,2:2,0:0)
Salzburg, 2.800, SR Wohlgenannt.

Tore: Lakos (3./PP), Lind (10.), Banham (17./PP), Kasper (33./PP), Marko Pewal (34./PP) bzw. Thomas Raffl (7.), Bousquet (27./Penalty), Gauthier (35.)

Strafminuten: 16 bzw. 28

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