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Boni nimmt Mannschaft in die Pflicht

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Fünf Niederlagen in Serie: Coach Boni will jetzt eine Reaktion seines Teams sehen.

Als erster Herausforderer der beiden Top-Favoriten Pasut VSV und Red Bull Salzburg sind die Vienna Capitals in der Erste Bank Eishockey Liga in den November gegangen. Mit fünf Niederlagen in fünf Spielen sind die Caps aber in eine sportliche Krise geschlittert und kämpfen mit TWK Innsbruck und Jesenice um einen Platz in den Playoff-Rängen. Nach der 7:8-Heimniederlage nach 3:0-Fürhung am Sonntag gegen die Graz 99ers hagelte es heftige Kritik von Trainer Jim Boni.

Boni: "Eine Katastrophe"
"Wir haben sehr schwach gespielt. Acht Tore daheim zu bekommen ist eine Katastrophe. So zu verlieren tut weh. Es ist einfach peinlich, zu Hause so zu verlieren", ärgerte sich Boni, der seine Spieler diesmal nicht verteidigte, sondern vielmehr in die Pflicht nahm. "Unsere Top-Spieler bringen ihre Leistung einfach nicht. Jeder Einzelne muss Leistung bringen. Es reicht nicht, wenn nur fünf Spieler ihre Leistung abrufen", erklärte er.

Legionärstausch angedroht
Boni, auch Österreichs Teamchef, prangert mangelnde Stabilität in den vergangenen Partien an und macht nun Druck. "Wenn sich langfristig, die nächsten fünf, zehn Spiele nichts ändert, gibt es auch die Option ein, zwei Legionäre zu tauschen. Momentan denken wir daran aber nicht." Fünf Tage haben die Caps Zeit, sich zu finden, sonst droht in den Partien gegen Jesenice (Freitag auswärts, Sonntag zu Hause) der Sturz aus den Playoff-Rängen.

99ers im Aufwind
In Graz geht es seit der Entlassung von Mike Bullard Ende Oktober dagegen wieder aufwärts. Acht von zehn möglichen Punkten holten die 99ers seither und haben sich vom Tabellenende abgesetzt. " Ich bin mit der Mannschaftsleistung zufrieden. Unsere Mannschaft hat viel Potenzial und wenn die Stimmung so bleibt, bin ich für die Zukunft zuversichtlich", meinte Interims-Trainer Mike Shea, auch wenn er ebenfalls viele defensive Fehler seiner Mannschaft sah.

Shea sieht sich dennoch weiter nur als Interimslösung bzw. als Co-Trainer. Laut dem Austro-Kanadier soll sich der neue Graz-Trainer am Sonntag in der Schultz-Halle das Torfestival angesehen haben, Namen konnte oder wollte er aber nicht nennen.

Bullen ziehen davon
An der Tabellenspitze festigte Red Bull Salzburg die Top-Position mit einem 4:3-Sieg nach Penaltyschießen gegen Meister und Verfolger Villach. Damit gehen die Salzburger mit zwei Punkten Vorsprung als Tabellenführer in das Continental-Cup-Turnier der dritten Runde am Wochenende in Minsk.

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