A-WM in Zürich

Eishockey-Helden schlittern in Rekord-Pleite

Nach dem besten rot-weiß-roten Start in der Geschichte der A-WM schlitterten unsere Eishockey-Helden gegen Gastgeber Schweiz in eine historische 0:9-Niederlage.

Nach den Siegen über Großbritannien, Ungarn und Lettland, mit denen der Klassenerhalt schnell gesichert war, träumten die Österreicher vom Einzug ins Viertelfinale.

Höchste Niederlage der A-WM 2026

Während die Schweizer in der ausverkauften Halle in Zürich glänzten, war den Österreichern um Kapitän Peter Schneider und Clemens Unterweger in ihrem jeweils 100. Länderspiel nicht einmal ein Ehrentreffer vergönnt. Teamchef Bader stellte gegen sein Heimatland anstelle von Atte Tolvanen als Goalie David Kickert auf. Der 32-Jährige war gegen den groß aufspielenden Turniermitfavoriten nicht zu beneiden und wurde beim Stand von 0:6 durch Florian Vorauer ersetzt. Die beiden angeschlagenen Schweiz-Legionäre Vinzenz Rohrer und Dominic Zwerger wurden im vierten Match innerhalb von fünf Tagen geschont. Für sie standen Ian Scherzer und Henrik Neubauer im Aufgebot.

Die klar favorisierten Schweizer setzten die mit drei Siegen perfekt ins Turnier gestarteten Österreicher vor ausverkauften Rängen gleich von Beginn an stark unter Druck. Das 0:1 durch Theo Rochette (6.) resultierte aus einem schnellen Gegenstoß der mit sechs NHL-Legionären gespickten Eidgenossen. Nach einem nicht genutzten Powerplay der Österreicher sorgte Timo Meier (10.) für das 0:2, wenig später erhöhte Nico Hischier (12.). Den vierten Treffer erzielte in Überzahl Damien Riat (14.).

Danach bremsten Schneider und Co. die Angriffswelle der aus einem Ruhetag gekommenen Gastgeber etwas ein und kamen zu einigen Entlastungsangriffen. Die Schweizer blieben aber auch im zweiten Drittel am Drücker. Nach einem Doppelschlag von Hischier (30./PP) und Calvin Thürkauf (31.) erlöste Bader Kickert und schickte Vorauer ins Gehäuse. Dieser war bereits nach etwas mehr als zwei Minuten erstmals geschlagen, Rochette (33.) stellte mit seinem zweiten Tor auf 7:0.

Im Schlussabschnitt verhinderten die Österreicher etwas mehr als zehn Minuten einen weiteren Gegentreffer, ehe Riat mit seinem zweiten Powerplaytor den nächsten besorgte. Das 0:9 durch Christoph Bertschy (57.) fiel kurz nach Ablauf einer weiteren Zweiminutenstrafe gegen Schneider. Die Schmach einer zweistelligen Niederlage blieb der rot-weiß-roten Auswahl letztlich doch noch erspart. Im Vorjahr war man der Schweiz im WM-Viertelfinale 0:6 unterlegen.

Das war zugleich die höchste Niederlage in der A-WM 2026.

Historischer Meilenstein für Leonardo Genoni

Schweiz-Goalie Leonardo Genoni schrieb WM-Geschichte. Der 38-jährige Schlussmann feierte seinen insgesamt 13. Shutout bei einer Weltmeisterschaft und kürte sich damit zum alleinigen Rekordhalter der Historie. Genoni, der den Rekord von zwölf Spielen ohne Gegentor zuvor mit der tschechischen Torhüter-Legende Jiří Holeček (aktiv zwischen 1966 und 1978) geteilt hatte, blieb über die gesamten 60 Minuten fehlerfrei und krönte die makellose Defensivleistung der Eidgenossen bei der Heim-WM.

Chance auf Viertelfinale lebt - Sieg gegen Deutschland muss her

Mit einem Sieg im nächsten Spiel am Samstag gegen Deutschland (20.20 Uhr/ORF) können sich die Österreicher dennoch noch das Viertelfinale sichern. Danach geht's noch gegen Finnland und Titelverteidiger USA.

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