Kuriose ICE-Liga

Schon vor Halbfinale: Graz 99ers fix österreichischer Eishockey-Meister

Die Graz99ers sind zum ersten Mal überhaupt Eishockey-Meister. 

Die Steirer profitierten vom Aus von Rekordmeister KAC in der Viertelfinal-Serie der ICE Hockey League gegen Fehervar und sind im Halbfinale das einzige verbliebene österreichische Team. Die Klagenfurter zogen am Mittwoch in Ungarn mit 0:3 den Kürzeren und verloren die "best of seven"-Serie somit vorzeitig mit 2:4. Damit behielt der Zehnte des Grunddurchganges gegen den Zweiten völlig überraschend die Oberhand.

Erstmals seitdem ausländische Teams in der Liga mitspielen, steht Österreichs Champion schon nach dem Viertelfinale fest. Während es die Titelpremiere für die 99ers ist, die die Nachfolge von Red Bull Salzburg antreten, kommt zum dritten Mal ein Club aus Graz zu Meisterehren. Zuvor war das nur dem ATSE in den Jahren 1975 und 1978 gelungen. Die Grazer bekommen es im ICE-Halbfinale nun mit Fehervar zu tun, in der zweiten Begegnung duellieren sich Pustertal und Ljubljana.

KAC verspielte 2:1-Führung in Serie

Die Klagenfurter gaben eine 2:1-Serienführung noch aus der Hand. Nach einem 2:3 nach Verlängerung auf ungarischem Boden und einem 3:4 vor heimischem Publikum setzte es für die Kärntner am Mittwoch die dritte knappe Niederlage in Folge. Die Klagenfurter wirkten nach den jüngsten Niederlagen zu Beginn verunsichert, die Ungarn waren angetrieben vom Heimpublikum besser in der Partie drinnen und hatten hinten auch einen starken Rasmus Reijola im Tor, der die größte Chance der Gäste in der 18. Minute zunichte machte.

Im zweiten Abschnitt wurde es für die Klagenfurter noch bitterer. Der 29-jährige Ungar Csanad Erdely fälschte einen Weitschuss von Joel Messner in Überzahl noch entscheidend ab (28.). Der KAC blieb in der Offensive vieles schuldig, hatte aber auch bei Stangenschüssen Pech. Dieses blieb den Gästen auch im Schlussabschnitt treu, da traf Nicholas Petersen das Aluminiumgehäuse (43.). Ausgerechnet als die Klagenfurter auf den Ausgleich drückten, machten die Hausherren alles klar. Der 33-jährige Ungar Janos Hari fixierte den Aufstieg. Zum Schluss erhöhte der US-Amerikaner Trevor Cheek (60.) noch.

Dadurch ist erstmals ein Zehntplatzierter des Grunddurchganges im ICE-Halbfinale vertreten.

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