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Eishockey

Niederlagen für Spitzen-Trio

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Das Spitzentrio der Erste Bank Eishockey-Liga hat in der 6. Runde Niederlagen kassiert, aber jeweils wenigstens einen Punkt mitgenommen.

Olimpija Laibach verteidigte trotz eines 1:2 nach Penaltyschießen im slowenischen Duell mit Jesenice die Tabellenspitze, einen Punkt vor den Vienna Capitals, die den Black Wings Linz auf eigenem Eis mit 1:2 nach Penaltyschießen unterlagen, und Red Bull Salzburg, der sich dem KAC 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben musste. Den Kärntnern gelang ausgerechnet beim Meister der erste Saisonerfolg.Der VSV verbesserte sich dank des 5:2-Heimsiegs gegen Innsbruck auf Rang vier, die Graz 99ers überholten die Tiroler dank des 5:3 beim weiter sieglosen Schlusslicht Szekesfehervar.

Capitals erlitten erste Heimniederlage der Saison
Die Vienna Capitals haben im vierten Heimspiel der Saison erstmals verloren. Am Sonntagabend unterlagen die Wiener den Black Wings Linz 1:2 (0:0,1:1,0:0/0:0) nach Penaltyschießen. Den entscheidenden Penalty verwandelte Shearer.

In der ausgeglichenen Partie zeigten die Linzer keinen Respekt vor den in der laufenden Saison bisher so heimstarken Wienern. Latusas Führungstreffer in der 22. Minute glich Tiley nur sechs Minuten später (28.) aus. Beide Mannschaften hatten zahlreiche Chancen, scheiterten aber stets an den starken Torhütern.

Bei den Wienern stand ab der 4. Minute Ersatzmann Bartholomäus im Tor, nachdem Labbe mit einer Adduktorenverletzung ausgeschieden war. In der 55. Minute vergab Capitals-Verteidiger Seeley im Powerplay die Siegchance, seinen schönen Schuss parierte Linz-Tormann Penker.

Ausgerechnet in Salzburg platzte der KAC-Knoten
Ausgerechnet auswärts gegen den Meister Red Bull Salzburg hat der KAC am Sonntagabend den ersten Sieg der Erste Bank Eishockey-Liga-Saison gefeiert. Die Klagenfurter setzten sich in der 6. Runde dank ihrer Kampfkraft verdient mit 4:3 nach Verlängerung durch, alle vier Treffer der Gäste fielen im Powerplay. Und das, obwohl der KAC bis Sonntag das powerplayschwächste Team der Liga war.

Die Salzburger fanden gegen die Kärntner nie richtig ins Spiel. Zudem erwischte im Red-Bull-Tor Divis-Ersatzmann Innerwinkler einen schwachen Tag und steckte mit seiner Unsicherheit seine Vorderleute an. Die Entscheidung fiel gleich zu Beginn der Overtime. Nach 12 Sekunden musste Salzburgs Artursson auf die Strafbank, 23 Sekunden später fälschte Craig einen Tory-Schuss entscheidend zum 4:3 für die Gäste ab, damit war die Überraschung perfekt. Damit ist in der laufenden Meisterschaft nur mehr Alba Volan Szekesfehervar sieglos.

VSV drehte Match gegen Innsbruck
Der Villacher SV hat am Sonntag auch sein drittes Heimspiel der Erste Bank Eishockey-Liga gewonnen. Die Kärntner drehten nach einem 0:2-Rückstand das Match gegen die Innsbrucker "Haie" und siegten mit 5:2.

Helfer und Ofner hatten die Tiroler in Führung gebracht, die bei weiteren Chancen durchaus höher hätte ausfallen können. Doch Scoville (noch im 1. Drittel) und Thomas Raffl glichen ebenfalls jeweils im Powerplay aus. Ab dem Mittelabschnitt waren die Gastgeber überlegen und spielten im letzten Drittel fulminant auf. Bousquet und Kaspitz machten innerhalb von 2:50 Minuten bis zur 47. Minute alles klar, Elick setzte in Überzahl den Schlusspunkt. Manager Giuseppe Mion freute sich nach dem vierten Sieg in Serie über "die beste Saisonleistung" des VSV.

Graz feierte in Szekesfehervar ersten Auswärtssieg
Alba Volan Szekesfehervar bleibt die rote Laterne der Erste Bank Eishockey Liga erhalten. Die Ungarn kassierten am Sonntag in der 6. Runde vor eigenem Publikum eine 3:5 (2:3,0:1,1:1)-Niederlage gegen die Graz 99ers, forderten die Steirer aber bis zum Schluss. Entscheidenden Anteil am Erfolg der in der Fremde bisher sieglosen Gäste hatte Robert Guillet mit drei Treffern.

Die Steirer bekamen die Ungarn erst nach einem trefferreichen ersten Drittel, in dem sich die Netze gleich fünfmal bauschten, besser in den Griff und kontrollierten die Partie gestützt auf einen sicheren Claus Dalpiaz im Tor. Guillet versenkte einen idealen Querpass von Kapitän Tommy Jakobsen (28.) zur 4:2-Führung für die 99ers, noch aber war die Partie nicht gelaufen.

Gleich zu Beginn des Schlussabschnittes verkürzten die beherzt kämpfenden Ungarn durch Horvath auf 3:4 und machten die Partie damit wieder spannend. Im Gegenzug hatte Kevin Kraxner Riesenpech, er traf nur die Stange. Danach rollten wieder die Angriffe von Alba Volan auf das Tor der Grazer, der Ausgleich lag mehrmals in der Luft. Mit seinem dritten Treffer an diesem Abend erlöste aber Guillet sein Team und stellte im Powerplay auf 3:5 (54.).

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