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Hans Grugger: So schwer war sein Sturz

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Gruggers Krankenakte: So schwer war der Sturz.

36 Stunden zitterte ganz Österreich um Ski-Star Hans Grugger – mit Hochspannung wartete das Land auf eine erste Diagnose nach dem Horror-Sturz auf der Streif in Kitzbühel.

Freitag 10.30 Uhr im Landeskrankenhaus Innsbruck: Blitzlichtgewitter. Die leitenden Ärzte der Innsbrucker Klinik, Alexandra Kofler und Alois Obwegeser, stellen sich der Öffentlichkeit.

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Sichtlich gezeichnet von den Ereignissen in ihrem Spital gibt Neurochirurgin Kofler eine erste Diagnose ab. Und die schockiert:

  • Rippen: Grugger erlitt Serienfrakturen an den Rippen und im Bereich des Brustkorbs.
  • Wirbelsäule: Es wurden kleinere Brüche der Wirbelsäule festgestellt. Diese hätten momentan nicht „erste Priorität“ bei der Behandlung.
  • Lunge: Er hat Lungenquetschungen erlitten. Diese Verletzungen alleine seien relativ harmlos, so Experten. In Zusammenhang mit Kopfverletzungen jedoch könnten sie gefährlich sein.
  • Schürfungen: An den Extremitäten (Arme und Beine) wurden nur leichte Abschürfungen festgestellt – ein Wunder, bei dem Horror-Sturz.
  • Kopf: Ein Schädelhirntrauma bereitet den Ärzten am meisten Sorge (siehe Bild unten). Der Zustand des Zentralnervensystems sei jetzt vorrangig, so Kofler.

Kein Wunder, dass die Ärztin mit ernster Miene erklärte: „Es ging bei der gestrigen Operation ums Überleben.“ Die erste gute Nachricht: „Im Moment befindet sich der Patient in einem stabilen Zustand, in der jetzigen Situation ist das bereits ein Erfolg.“

Lebensgefahr mittelfristig noch nicht gebannt
Gleichzeitig schränkte Kofler aber ein, dass mittelfristig immer noch Lebensgefahr für den 29-jährigen Skirennläufer aus Bad Hofgastein bestehe.

Grugger muss noch mehrere Tage im künstlichen Tiefschlaf bleiben. „Laut Computertomografie-Untersuchungen kann man sagen, dass sein Zustand besser ist als gestern, das Bild ist besser“, informiert die Ärztin.

Horror-Sturz schockte ganz Österreich
Hans Grugger hatte am Donnerstag bei einem Horror-Sturz im Mausefalle-Sprung auf der Kitzbüheler Streif nur neun Sekunden nach dem Start schwere Kopf- und Brustkorbverletzungen erlitten.

Der Rennläufer war mit 110 km/h vor laufenden Kameras in den berüchtigten Teilabschnitt der Streif gerast. Nach dem Sturz blieb er bewusstlos liegen, das ganze Land hielt den Atem an. Erinnerungen an den Horror-Sturz des Schweizers Daniel Albrecht aus dem Jahr 2009 wurden wach.

Spezialisten rasten sofort zur Unfallstelle, führten erste Notversorgung durch und flogen den Schwerverletzten per Helikopter ins Landeskrankenhaus Innsbruck. Die mehrstündige Not-Operation erfolgte unter der Leitung Alexandra Koflers , der ärztlichen Direktorin des Landeskrankenhauses, von einem „erfahrenen Team“.

Albrecht: Streif in Furcht­ erregendem Zustand
Auch Daniel Albrecht verfolgte den Sturz vor dem Fernseher gemeinsam mit seiner Freundin. Er sagte in einem Interview: „Ich musste wegschauen.“

Eine knappe Stunde vor Gruggers Unfall war Albrecht erstmals seit seinem Horror-Crash mit den Ski über die Streif gefahren.

Sein Urteil: „Manche Streckenabschnitte sind in einem derart Furcht erregenden Zustand, dass es mir eiskalt den Rücken runterlief.“
 

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