schlierenzauer jubel

Wintersport

Jetzt will Schlieri den WM-Titel

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Nach dem triumphalen Kulm-Wochenende legt Überflieger Schlierenzauer den Fokus auf die WM in Liberec.

Skiflug-Champion Gregor Schlierenzauer hat nach seinem Doppelschlag am Kulm die nächste, für ihn wichtige Destination ins Auge gefasst. Es ist Liberec, ab 19. Februar Schauplatz der Nordischen Weltmeisterschaften. "Die WM ist mein nächstes großes Ziel", erklärte der Tiroler. Dem will er alles unterordnen und für ein erfolgreiches Abschneiden trotz seines derzeit zweiten Gesamtranges eventuell sogar den Gesamt-Weltcup kurzfristig links liegen lassen. Er sei ja erst 19, die Kristallkugel könne er auch später noch holen.

Nächste Station Zakopane
Die nächste Weltcup-Station ist am Freitag und Samstag die polnische Springer-Hochburg Zakopane. "Danach werde ich mit Alex Pointner den weiteren Fahrplan besprechen", kündigte Schlierenzauer an und schloss auch einen Verzicht auf die Reise zur Olympia-Generalprobe nach Vancouver nicht aus. Eine Pause zum richtigen Zeitpunkt wirke sich oft günstig aus. Pointner dazu: "Geplant ist derzeit, dass alle nach Kanada fliegen."

Bis zur Abreise nach Polen am Mittwochabend wird der Teenager daheim im Stubaital regenerieren. Dabei wird auch sein Physiotherapeut eine wichtige Rolle spielen.

Ammann verrät Taktik nicht
Der Schweizer Simon Ammann ist schon Doppel-Olympiasieger (2002) und regierender Weltmeister von der Großschanze. Für ihn ist der Weltcup-Gesamtsieg das große Ziel. Ob er alle Bewerbe bestreiten werde, wollte er in Bad Mitterndorf nicht verraten. "Ich werde mich hüten, meine Strategie offenzulegen", erklärte der 27-Jährige lächelnd.

Skifliegen als Fan-Magnet
Schlierenzauers sonntägigen Sieg am Kulm haben im Schnitt 1,055 Millionen Zuschauer (2. Durchgang/Marktanteil 60 Prozent) im ORF-Fernsehen gesehen, in Summe verfolgten von Freitag bis Sonntag 2,328 Millionen die Übertragungen in ORF 1.

Das sechsköpfige ÖSV-Aufgebot für Zakopane wird erst am Dienstag fixiert. Unsicher ist die Teilnahme von Tourneesieger Wolfgang Loitzl, bei dem am Sonntag ein Magen-Darm-Virus aufgetreten war.

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