küttel jubel

Wintersport

Küttel holt mit nur einem Sprung Gold

Artikel teilen

Schweizer Küttel nach nur einem Durchgang Skisprung-Weltmeister. Für Schlierenzauer bleibt nur Blech. 2. DG zwei Mal gestartet, dann doch abgebrochen.

Das WM-Springen von der Großschanze hat am Freitag in Liberec mit einer durch die Wetterbedingungen für Österreich großen Enttäuschung geendet: Es wurde nur ein Durchgang zu Ende gesprungen, das Finale der Top 30 wurde zunächst neu gestartet und dann endgültig abgebrochen. Der ÖSV blieb damit völlig unerwartet ohne Medaille. Überraschungs-Weltmeister ist der Schweizer Andreas Küttel nach einem 133,5-m-Satz vor dem Deutschen Martin Schmitt und dem Norweger Anders Jacobsen. Der viertplatzierte Tiroler Gregor Schlierenzauer verfehlte Gold um 2,7 Punkte.

Loitzl 6., Morgenstern 10.
Damit bleibt Andreas Goldberger (Silber in Thunder Bay 1995) der bisher letzte Österreicher, der auf der Großschanze eine Einzel-WM-Medaille für den ÖSV geholt hat. Wolfgang Loitzl, der vergangenen Samstag von der Normalschanze triumphiert hatte, musste sich mit Platz sechs, Thomas Morgenstern mit Rang zehn begnügen.

Sessellift für Küttel
Während Österreichs "Adler", die in Topform zur WM gekommen waren, mit dem Abbruch leben mussten, sah man im Auslauf ein seltenes Bild: Weltmeister Andreas Küttel, der noch auf seinen zweiten Sprung auf der Schanze gewartet hatte, wurde mit dem Sessellift heruntergebracht.

Schlieri "extrem sauer"
Der schwer enttäuschte Schlierenzauer, der zwar schon Silber in der Tasche hatte, war wütend über den Abbruch. Bronze verpasste er letztlich um 0,9 Punkte, Silber um 2,3 und Gold um 2,7. "Ich akzeptiere die Entscheidung und bin extrem sauer. Ich bin schwer enttäuscht. Es ist bitter, wenn man das ganze Jahr auf einen Höhepunkt hinarbeitet und dann kann man seine Fähigkeiten nicht zeigen. Man redet immer vom Mitspracherecht für die Athleten, davon war heute nichts zu sehen", meinte Schlierenzauer. Außerdem habe man von vorneherein gewusst, dass das Wetter keine zwei Durchgänge zulassen würde. "Man hätte gleich auf Sonntag verschieben können."

"Das ist natürlich bitter"
"Es tut mir leid, dass sie den Wettkampf nicht durchgezogen haben. Es war sicher schwierig, aber schwierige Bedingungen kommen unserem Team entgegen. Das genau bei der WM in einem Durchgang gewertet wird, ist natürlich bitter", meinte Loitzl unaufgeregt. "Aber es sind drei starke Springer vorne, und gegen das Wetter kann man nichts machen", ergänzte der Steirer.

Morgenstern "ärgert sich"
"Es war mein großes Saisonziel. Ich habe alles daran gesetzt und voll auf den Tag hingearbeitet. Es ärgert mich total, dass es nicht in meinen Händen gelegen ist." Zur Jury konnte Morgenstern nicht viel sagen, weil er nicht alle Informationen hatte, nur soviel: "Aus meiner Sicht war es nicht ganz die richtige Entscheidung."

Schröcksnadel sieht "Skandal"
ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sah es weniger cool und sprach von einem "Skandal". "Man hätte zumindest den zweiten Durchgang noch zu Ende springen müssen." Dass gerade die Österreicher mit diesem Resultat unzufrieden sein müssen, ist wohl verständlich: Nach 14 Einzelsiegen im Weltcup durch Gregor Schlierenzauer (10) und Loitzl (4) von der Großschanze bzw. der Flugschanze waren die ÖSV-Adler nicht zuletzt dank ihres großartigen Auftritts schon auf dem kleinen Bakken auch haushohe Favoriten.

Pointner genauso sauer
Auch Cheftrainer Alexander Pointner war mit dem Abbruch "ganz und gar nicht" einverstanden. "Ich hätte nicht diese großen Pausen eingelegt, sondern das Springen so schnell wie möglich durchgezogen. Ich bin enttäuscht, aber vor allem tun mir die Athleten leid." Der vielzitierte Sager von der "WM, die eigene Gesetze hat" wird nun wohl wieder besonders gerne verwendet werden.

Endstand
1. Andreas Küttel SUI 133,5 141,3
2. Martin Schmitt GER 133,0 140,9
3. Anders Jacobsen NOR 132,5 139,5
4. Gregor Schlierenzauer AUT 132,0 138,6
5. Anders Bardal NOR 131,0 135,8
6. Wolfgang Loitzl AUT 128,5 132,3
7. Dimitrij Wassiliew RUS 129,5 132,1
8. Simon Ammann SUI 129,0 131,7
9. Roman Koudelka CZE 128,0 131,4
10. Thomas Morgenstern AUT 128,0 130,4
16. Martin Koch AUT 126,0 124,8

Nächste Seite: Der komplette Ticker zum Nachlesen

18.32 Uhr: Skandal! Das Springen wird abgebrochen - damit zählt tatsächlich der erste Durchgang: Schweizer Andreas Küttel Weltmeister vor dem Deutschen Martin Schmitt und dem Norweger Anders Jacobsen. Schlierenzauer schrammt als Vierter an Edelmetall vorbei.

18.31 Uhr: Wir warten mit Spannung auf das Juryergebnis.

18.29 Uhr: Kein gutes Zeichen - die Jury tritt schon wieder zusammen. Hoffentlich wird nicht ganz abgebrochen. Dann wäre das Ergebnis aus dem 1. Durchgang auch das Endergebnis und das wäre anhand der Saisonergebnisse wohl eher ein schlechter Scherz - Küttel vor Schmitt und Jacobsen.

18.28 Uhr: Als Nächster sollte der Deutsche Stephan Hocke starten, aber auch er wird wieder vom Zitterbalken zurückgeholt.

18.27 Uhr: Jetzt darf Kranjec über die Schanze. Er verliert im Anlauf aber gut 1 km/h auf die Konkurrenz und landet bei nur 105 m.

18.25 Uhr: In der Zwischenzeit gehen einige Vorspringer über die Schanze, um die Spur frei vom Schnee zu halten. Einfach wird es Kranjec nach dieser Pause trotzdem nicht haben.

18.24 Uhr: Und jetzt Martin Koch - der erste Österreicher im 2. Durchgang. Er schleicht sich den Hang hinunter auf 119 m, das dürfte nicht für die ersten Platz reichen. Tut es auch nicht - Rang 2 hinter Chedal. Robert Kranjec aus Slowenien - im ersten Durchgang war er eine der großen Überraschungen. Auweh, er wird jetzt vom Zitterbalken zurückgeholt. Unterbrechung. Zwischenstand: Chedal vor Koch und Kornilow.

18.22 Uhr: Der Franzose Chedal kommt mit den schwierigen Bedingungen sehr gut zurecht. Mit 121,5 m setzt er sich vorerst deutlich an die Spitze. Was macht Michael Uhrmann? Der Deutsche stürzt total ab, nur 102 m.

18.21 Uhr: Daiki Ito aus Japan kommt mit 113 m klar nicht an Kornilow heran. Aber der Schneefall wird jetzt wieder stärker. Mal schauen, ob dieser Bewerb halbwegs regulär über die Bühne gehen kann. Als nächster der Tscheche Jakub Janda. Da wird es im Publikum wieder laut. Die Unterstützung bringt ihm aber nichts, er kommt nur auf 110,5 m.

18.19 Uhr: Der Regen hat sich jetzt doch wieder in Schneefall verwandelt. Trotzdem springt der Russe Kornilow ganz trocken auf 117 m und übernimmt die Führung. Diewird ihm auch von Harri Olli nicht abgenommen. Der Finne landet schon am Vorbau.

18.18 Uhr: Der Pole Kamil Stoch kommt nur auf 111 m. Tom Hilde aus Norwegen landet bei 116 m, das reicht ganz knapp für die Führung.

18.16 Uhr: Jetzt gibt es kaum ein Verschnaufen. Der Kasache Karpenko kommt auf 109 m. Sebstian Colloredo aus Italien kommt mit 117 m knapp an die Spitze heran, kann Neumayer aber nicht überholen.

18.15 Uhr: Der Deutsche Neumayer macht seine Sache viel besser. Er srpingt auf 118,5 m, hatte aber auch eine deutlich bessere Anlaufgeschwindigkeit. Ähnlich gut der Tscheche Lukas Hlava, der bei 114 m landet.

18.13 Uhr: Aber jetzt geht's wirklich los! Evensen landet allerdings bei bescheidenen 106,5 m. Der Ukrainer Boshchuk ist etwas besser, 107 m. Allerdings: Trotz Anlaufverlängerung sind die Anlaufgeschwindigkeiten deutlich niedriger als zuvor.

18.12 Uhr: Mit etwas Verspätung beginnt der Neustart des 2. Durchgangs. Aber der Norweger Evensen wird gleich wieder vom Zitterbalken geschickt. Wir müssen also weiter warten.

18.08 Uhr: Inzwischen wurde auch die Anlaufverlängerung bestätigt. Die Jury verlegt den Anlauf von Gate 25 auf Gate 27.

18.04 Uhr: Neueste Information von der Schanze. Der Schneefall hat sich in Regen verwandelt. So eigenartig das klingt - das wäre für die Springer besser als Schneefall. Denn die Anlaufspur ist aus Eis, dazu gibt es noch "Abrinnkanäle" für Regenwasser und eine gleichmäßig schnelle Anfahrt wäre gewährleistet.

18.03 Uhr: Auch Adler-Boss Pointner hofft auf schwierige Bedingungen, denn" dann sind wir ganz stark". Die Hoffnung auf das zweite Springergold lebt also weiter!

18 Uhr: Was wird jetzt im zweiten, neu gestarteten Durchgang passieren? Mit Sicherheit wird der Anlauf verlängert, außerdem werden die Intervalle zwischen den Springern auf ein Minimum reduziert. Gregor Schlierenzauer sollten die dann vielleicht gleichmäßig schwierigen Bedingungen auf jeden Fall entgegen kommen. Auch Wolfgang Loitzl darf so noch hoffen. In 10 Minuten geht's weiter.

17.52 Uhr: Die Entscheidung ist gefallen. Der zweite Durchgang wird wegen des starken Schneefalls komplett neu gestartet. Das heißt: Alle Springer müssen wieder hinauf. Neue Startzeit: 18.10 Uhr!

17.50 Uhr: Die Jury berät sich. Wird abgebrochen und nur der erste Durchgang gewertet? Wird der zweite Durchgang wiederholt? Hier einmal der aktuelle Zwischenstand: Morgenstern vor Larinto und Kranjec.

17.49 Uhr: Auch Simon Ammann erwischt es böse. Der Titelverteidiger landet sogar bei nur 110 m. Der Sprung von Thomas Morgenstern gewinnt immer mehr an Bedeutung! Was macht der Russe Wassilijew? Er sollte mit seinem gewaltigen Absprung jetzt durchaus reüssieren können. Aber das Springen ist schon wieder unterbrochen...

17.47 Uhr: Auch Thomas Morgenstern wird Opfer des Schneefalls. Mit wenig Anlaufgeschwindigkeit springt er trotzdem auf 121 m und übernimmt die Führung. Der Tscheche Koudelka kann da nicht mit, landet bei 114 m.

17.45 Uhr: Der Schneefall wird immer stärker. Hautamäkki stürzt da gleich einmal auf 111,5 m ab.

17.42 Uhr: Nutzen wir die Zeit wieder für einen Blick auf das Zwischenklassement: Larinto führt vor Kranjec und Koch.

17.41 Uhr: Es geht jetzt echt zäh weiter. Ville Larinto landet bei 122 m. Das reicht für den Finnen knapp für die Führung. Und gleich der nächste Finne - Matti Hautamäki. Er wird aber wieder vom Zitterbalken gebeten - kurze (?) Unterbrechung.

17.40 Uhr: Bei Stephan Hocke hat man jetzt gesehen, was bei "normalen" Bedingungen für den jungen Deutschen nur möglich ist: 111,5 m und Rückfall aus den Top 10. Adam Malysz, der große alte Mann des Skisprungs, kämpft sich tapfer hinunter auf 118,5 m. Um die Spitzenränge kann er da nicht mitreden.

17.38 Uhr: Martin Koch macht es da besser. Er springt auf 122,5 m und übernimmt die Führung. Während der Schneefall immer stärker wird sind wir auf den Sloenen Robert Kranjec gespannt. Kann er im zweiten Durchgang wieder so überraschen wie im Ersten? Naja, er landet bei 122 m und verdrängt Koch wieder von der Spitze.

17.36 Uhr: Der Franzose Emanuel Chedal kann seinen Sprung aus dem ersten Durchgang nicht wiederholen. Lediglich 118 m und ein Rückfall vorerst auf Rang 5. Der nächste Deutsche am Start: Michael Uhrmann kommt hoch weg, dann saugt es ihn hinunter. 120 m - das wird knapp. Es reicht nur für Rang 3. Zwischenstand: Olli vor Janda und Uhrmann.

17.34 Uhr: Nach 10 Springern hat es die erste geplante Unterbrechung gegeben. Weiter geht es mit dem Japaner Daiki Ito. Er kann mit 118 m Ollis Führung jedoch nicht gefährden. Am Zitterbalken sitzt Jakub Janda. Unter tosendem Jubel der Fans zieht Janda auf 121,5 m. Das geht sich um 0,2 Punkte nicht für die Führung aus...

17.31 Uhr: Die Bedingungen werden immer schwierigen. Jetzt beginnt es sogar zu schneien! Der Russe Kornilow kommt über 118 m nicht hinaus. Der Finne Olli Harri war im ersten Durchgang auch ein Opfer des drehenden Windes. Jetzt läuft es etwas besser - 123 m. Aktueller Zwischenstand damit Olli vor Neumayer und Evensen.

17.29 Uhr: Hm, die Springer kommen jetzt nicht an die 120 m Marke heran. Der Pole Kamil Stoch landet schon bei 113,5 m. Mit Abstand der kürzeste Sprung im zweiten Durchgang. Wie tut sich der Norweger Tom Hilde bei den nun offenbar wieder schwierigen Bedingungen? Nach einigem Warten wird er über den Bakken gelassen. Naja, 119 m, das reicht auch nur zu Platz 3.

17.26 Uhr: Der Kasache Karpenko kann sich nicht verbessern, er landet schon bei 116 m - deutlich kürzer als bei seinem ersten Versuch. Bisher kürzester Sprung im zweiten Durchgang. Der Italiener Sebastian Colloredo war bei einer WM noch nie unter den besten 30. Das hat er heute auf jeden Fall schon geschafft. Und wohl sogar etwas mehr, denn er kommt auf 118,5 m.

17.24 Uhr: Hlava wird runtergeassen, springt auf 120,5 m - auch eine Verbesserung zum ersten Durchgang.

17.23 Uhr: Weiter geht es mit dem Deutschen Michael Neumayer. Auch er zeigt im zweiten Durchgang einen tollen Sprung, mit 123,5 m sogar einen halben Meter weiter als Evensen. Es folgt der erste Lokalmatador: Lukas Hlava aus Tschechien. Er muss aber warten und wird dann sogar wieder rausgeschickt.

17.21 Uhr: Und pünktlich wurde der zweite Durchgang gestartet. Und zwar mit dem Norweger Evensen, der auf 123 m kommt - klare Steigerung gegenüber dem ersten Durchgang. Der Ukrainer Boshchuk landet bei 118 m.

17.18 Uhr: Neben den Österreichern hat der unberechenbare Rückenwind auch die Titelverteidigung von Simon Ammann praktisch unmöglich gemacht. Der Schweizer liegt mit 10 Punkten Rückstand auf seinen Landsmann Küttel auf Rang 8.

17.17 Uhr: Bei den anderen Österreichern schaut es schon schwieriger aus. Am ehesten könnte noch Wolfgang Loitzl aufs Podest springen. Er hat aber doch schon knapp 7 Punkte Rückstand auf den Dritten, Anders Jacobsen. Thomas Morgenstern muss mit 11 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Andreas Küttel seinen Traum vom WM-Gold in Liberec wohl abschreiben. Martin Koch liegt als 16. überhaupt schon aussichtslos zurück.

17.08 Uhr: Für Gregor Schlierenzauer ist noch alles drinnen. Bei halbwegs gleichen Bedingungen sollte der Tiroler die 2,7 Punkte Rückstand im Finale auf Küttel locker aufholen können. Um 17.20 Uhr soll der zweite Durchgang starten.

17.05 Uhr: Hier der aktuelle Zwischenstand nach dem 1. Durchgang
1. Andreas Küttel SUI 133,5 141,3
2. Martin Schmitt GER 133,0 140,9
3. Anders Jacobsen NOR 132,5 139,5
4. Gregor Schlierenzauer AUT 132,0 138,6
5. Anders Bardal NOR 131,0 135,8
6. Wolfgang Loitzl AUT 128,5 132,3
7. Dimitrij Wassiliew RUS 129,5 132,1
8. Simon Ammann SUI 129,0 131,7
9. Roman Koudelka CZE 128,0 131,4
10. Thomas Morgenstern AUT 128,0 130,4
16. Martin Koch AUT 126,0 124,8

17.01 Uhr: jetzt der Titelverteidiger. Simon Ammann schaut zuerst auch gut aus, kommt dann aber nur auf 129 m. Als Letzter geht jetzt Gregor Schlierenzauer über den Bakken. Hat er wenigstens ein bisschen Windglück? Leider auch nicht. Er erwischt eine böse Seitenwindböe über dem Vorbau, aber segelt trotzdem auf 132 m runter! Damit haben wir wenigstens ein heißes Eisen für den Finaldurchgang. Schlieri auf Rang 4.

16.59 Uhr: ÖSV-Doppelpack! Thomas Morgenstern mit einem tollen Sprung, aber schlechte Bedingungen - mit 128 m bleibt er aber in Schlagweite. Wolfgang Loitzl lässt sich davon nicht beeindrucken, kommt hoch weg, wird dann aber auch runtergesaugt - 128,5 m.

16.57 Uhr: Harri Olli aus Finnland erwischt leider schlechte Bedingungen. Der Geheimfavorit muss schon bei 122,5 m die Landeklappen ausfahren. Er ist damit wohl schon jetzt aus dem Medaillenrennen. Martin Schmitt aus Deutschland macht's dagegen wieder viel besser. Er segelt auf 133 m! Schmitt scheint im richtigen Moment in Form gekommen zu sein. Er liegt auf Platz 2.

16.55 Uhr: So, der Russe Dimitri Wassiljew landet bei 129,5 m. Sieht so aus, als wären im Moment die 130 m nicht zu knacken. Wassiljew trotzdem auf Platz 3 hinter Küttel und Bardal. Andreas Jacobsen aus Norwegen straft uns alle Lügen. Er landet bei 132,5 m! Allerdings: Jacobsen hat heuer noch kaum zwei gleichgute Durchgänge runtergebracht - schlag nach beim Bewerb auf der Kleinschanze. Dennoch: Jacobsen nun auf Rang 2.

16.53 Uhr: Der Finne Matti Hautamäki landet im Bereich von Martin Koch - 127 m, damit sogar 1 m weiter als der Österreicher. Es folgt noch ein Finne - Ville Larinto. Er hat gute Bedingungen, kann die aber nicht so toll ausnützen. "Nur" 127 m, wie sein vor ihm gestarteter Landsmann.

16.51 Uhr: Auch der Schweizer Andreas Küttel profitiert von den hervorragenden Verhältnissen derzeit. Er stellt wieder neue Bestweite auf - 133,5 m und damit natürlich die Führung. Und jetzt gleich der erste Österreicher: Martin Koch. Er kann mit der absoluten Spitze nicht ganz mithalten, aber 126 m sind ok.

16.49 Uhr: Der Deutsche Michael Uhrmann macht seine Sache auch brav, hält mit 124,5 m Kontakt zur Spitze. Toll auch die Leistung des Norwegers Anders Bardal, der sogar auf 131 m segelt, Bestweite aufstellt und damit die Führung übernimmt. Neuer Zwischenstand: Bardal vor Koudelka und Malysz.

16.48 Uhr: Ein toller Sprung dafür jetzt vom Franzosen Emmanuel Chedal, der bei 123,5 m aufsetzt und sich auf Rang 3 klassiert. Es folgt wieder ein Tscheche. Und Roman Koudelka enttäuscht sein Heimpublikum nicht. Er segelt auf 128 m und markiert damit vorläufig Höchstweite. Das bedeutet natürlich auch die Führung vor Malysz und Hocke.

16.46 Uhr: Der Norweger Evensen schleicht recht flach über den Vorbau und rettet sich auf 119 m - das ist nur Rang 13. Der Deutsche Michael Neumayer kommt einen halben Meter weiter als Evensen - 119,5 m.

16.44 Uhr: Und gleich der nächste "Superoldie". Noriaki Kasai muss aber bei ganz miesen Bedingungen über die Schanze, da ist er einfach chancenlos. 118 m sind unter diesen Verhältnissen durchaus beachtlich. Mit Kalle Keituri greift der erste Finne ins Geschehen ein. Er macht es etwas besser als Kasai, mit 117,5 m kann er um die Spitze aber trotzdem nicht mitreden.

16.41 Uhr: Der nächste Lokalmatador: Jakub Janda. er hat vor einigen Jahren eine Saison lang den Weltcup dominiert. Seitdem hat Janda aber nicht mehr viel zusammengebracht. Auch er muss einmal runter vom Zitterbalken, kann dann aber im zweiten Versuch doch starten. Und er legt einen tollen Sprung hin! 122,5 m sind bei den derzeitigen Verhältnissen schon sehr ordentlich. Und gleich der nächste Publikumsliebling: Adam Malysz aus Polen. Was kann die Skisprung-legende und vierfache Weltmeister heute bieten? Großartiges! Er landet bei 127 m und übernimmt damit ex aequo mit dem Deutschen Hocke die Führung!

16.37 Uhr: Endlich darf der Japaner Ito über den Bakken. Er nützt die guten Verhältnisse auf und landet bei 123,5 m. Der Norweger Tom Hilde war letztes Jahr sehr stark, heuer nicht ganz so. Aber sein Sprung auf 120,5 m ist durchaus gelungen.

16.34 Uhr: Die Windunterbrechung gibt uns wieder Zeit für einen Blick auf das Klassement. Derzeit führt Hocke (GER) vor Kranjec (SLO) und Kornilow (RUS). Noch kein Österreicher gestartet.

16.33 Uhr: Mit Daiki Ito wieder ein Japaner. Ito war beim Sommer-GP auf dieser Schanze Zweiter hinter Gregor Schlierenzauer. Aber der Japaner muss warten, der Wind jetzt wieder zu stark. Tja, er wird wieder vom Zitterbalken weggeschickt.

16.31 Uhr: Die Windverhältnisse dürften jetzt passen, denn Stephan Hocke, der erste Deutsche fliegt und fliegt und fliegt und landet erst bei 127 m - Führungswechsel! Frage: Kann der Russe Denis Kornilow da mithalten? Antwort: Nicht ganz. Kornilow landet bei 122,5 m, aber noch immer toll.

16.30 Uhr: Toller Sprung jetzt überraschend vom Slowenen Robert Kranjec. Der Routinier segelt auf 125,5 m und distanziert die Konkurrenz damit ganz klar. Neuer Zwischenstand: Kranjec vor Stoch und Colloredo.

16.29 Uhr: Der Pole Kamil Stoch war beim Springen auf der Normalschanze Vierter. Jetzt vom Schanzentisch auch sehr hoch weg, dann sackt er etwas durch, landet aber doch bei 119,5 m, die Noten hieven ihn sogar auf Rang 1. Kann der Russe Ilja Rosliakow da mit halten? Nein, nicht einmal annähernd. Er landet schon bei 109,5 m.

16.27 Uhr: Japans Oldie Okabe verhaut seinen Sprung. Er hat beim Absprung volles Risiko genommen, aber das ist nicht aufgegangen. Nur 109 m und damit schon jetzt weg vom Fenster. Da dürfte sich nicht einmal die Quali fürs Finale ausgehen. Schwere Enttäuschung für den 38-Jährigen. Gleich der nächste Japaner: Shohei Tochimoto, ein sehr junger Springer. Mit 116,5 m besser als Okabe, mit der Spitze kann aber auch er nicht ganz mithalten.

16.24 Uhr: Weiter geht es mit dem Slowenen Jernej Damjan. Mit 116 m legt er einen Sprung der gehobenen Mittelklasse hin. Der Franzose Vincent Descombes Sevoie muss auch ein bisschen warten, wird dann aber doch losgelassen. Mit 113 m setzt er seinen Versuch jedoch in den Sand.

16.22 Uhr: So, im dritten Versuch hat es geklappt, konnte der Pole Sliz über den Bakken gehen. Die 96 m hätte er sich aber wohl lieber erspart. Als Nächster der Russe Pavel Karelin. Bei ihm geht's viel besser. Er greift mit 118 m die Spitze an, kommt allerdings nicht ganz heran. Trotzdem, ein guter Versuch.

16.20 Uhr: Der Wind hat jetzt stark zugelegt. Der Bewerb ist damit vorerst lahmgelegt... Wie gesagt, heute brauchen wir leider alle jede Menge Geduld: Springer, Trainer, Fans...

16.18 Uhr: Rafael Sliz hat mittlerweile zum zweiten Mal auf dem Zitterbalken Platz genommen. Und zum zweiten Mal musste er wieder raus - der Wind nach wie vor zu unbeständig.

16.17 Uhr: Der Bewerb ist nach wie vor unterbrochen. Zeit für einen kurzen Blick auf das Klassement. Nach 15 Startern führt der Italiener Colloredo vor Karpenko (KAZ), Hlava (CZE), Boshchuk (UKR) und Shumbartes (UKR)

16.15 Uhr: Jetzt mischt sich erstmals der Wind ein. Der Pole Rafal Sliz sitzt schon am Zitterbalken, muss aber wieder raus.

16.14 Uhr: Der Slowene Meznar enttäuscht - nur 107 m. Kann es der Italiener Sebastian Colloredo besser machen? Jawohl. Colloredo war schon in der Quali stark und setzt jetzt mit 119,5 m dem führenden Karpenko auch ordentlich zu. Dank der besseren Haltungsnoten übernimmt er sogar die Führung!

16.12 Uhr: Der Tscheche Ondrej Vaculik wird vom frenetischen Heimpublikum auf 115,5 m hinunter getragen. Damit landet er im Mittelfeld. Allerdings: Die Bedingungen bisher sind durchaus fair, der Wind hat noch keine große Rolle gespielt. Gleich der nächste Lokalmatador: Lukas Hlava. Er kommt sogar aus Liberec. Und er macht es besser als sein Vorgänger, springt auf 119 m! Nur der führende Kasache Karpenko war bisher weiter.

16.10 Uhr: So, es geht mit dem Polen Lukasz Rutkowski weiter. Er springt auf 115 m. Der Schwede Johan Erikson kämpft sich zu den bisherigen Bestweiten hinunter - mit 117 m landet er auf dem 4. Zwischenrang.

16.08 Uhr: Wir haben eine neue Höchstweite: Der Kasache Nikolai Karpenko springt auf 120 m. Und wir haben auch schon die erste kurze Unterbrechung.

16.06 Uhr: Der Amerikaner Anders Johnson reiht sich mit 114 m vorläufig auf Rang 3 ein. Jetzt Alexander Lazarovitsch aus der Ukraine. Er kann mit seinen beiden führenden Landsmännern nicht mithalten, nur 102 m.

16.05 Uhr: Neue Bestweite durch den Ukrainier Shumbarets. Er landet bei 116,5 m. Das könnte sogar fast schon was mit der Quali für den zweiten Durchgang werden. Der nächste Ukrainer macht es noch besser: Volodimir Boshchuk setzt erst bei 119,5 m auf und übernimmt die Führung.

16.03 Uhr: Der Italiener Lazzaroni landet nur bei 106 m, der 17-jährige Boyd-Clowes aus Kanada macht es mit 107,5 m nur unwesentlich besser.

16.02 Uhr: Und das Springen wurde gestartet. Mit der Nummer 1 landete der Kasache Scharapow bei 111 m. Etwas besser machte es der junge Franzose Mabboux, der zwar noch nie in einem Weltcupspringen an den Start gegangen ist, dafür bei seinem ersten WM-Auftritt bei 112 m landet.

16 Uhr: Bis zum ersten Österreicher werden wir uns ebenfalls gedulden müssen. Martin Koch kommt erst mit der Startnummer 40. Thomas Morgenstern die 47, Wolfgang Loitzl die 48 und Gregor Schlierenzauer springt als 50.

15.59 Uhr: Ein Problem könnte heute der böige Wind sein. Gefragt ist heute auf jeden Fall Geduld, denn es wäre verwunderlich, wenn es nicht die eine oder andere Windunterbrechung geben würde.

15.55 Uhr: Die Spannung in Liberec steigt - noch 5 Minuten bis zum geplanten Start.

15.31 Uhr: In einer halben Stunde sollte es mit dem Springen losgehen. Hoffen wir, dass die WM-Entscheidung nicht zur Windlotterie verkommt. Nach der Quali darf man jedenfalls wieder auf Gold für unsere Adler hoffen.

15.30 Uhr: Die Qualifikation ist vorbei. Morgenstern, Loitzl und Schlierenzauer waren ja bereits vorqualifiziert. Martin Koch schaffte die Quali locker. Weitester in der Quali war Noriaki Kasai mit 128,5 m. Die Weiten der Österreicher: Morgenstern 126 m, Loitzl 131 m und Schlierenzauer 125,5 - alle bei schwierigen und ständig wechselnden Bedingungen. Der Schweizer Simon Ammann, Titelverteidiger auf der Großschanze, ließ die Quali wie fast schon üblich aus.

OE24 Logo