ÖSTERREICH testete die Eis-Streif

Schwer wie nie

ÖSTERREICH testete die Eis-Streif

Eis-Check auf der Streif. Piste ist pickelhart und schwer nie noch nie.

Kurz nach 14 Uhr, ich stehe im Starthaus der Streif-Abfahrt . Mein Blick schweift links runter zur Mausefalle. Allein schon beim Anblick habe ich einen Beistrich in der Hose. Mich packt das nackte Grauen. Sofort fällt mir Marc Girardellis Satz ein: „Man fühlt sich, als würde man ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springen.“ Hier stürzt sich auf Skiern wirklich nur ein Verrückter raus. Ich klopfe mit den Skischuhen auf den Schnee. Pickelhart! Der Regen der Vorwoche und die Plusgrade der letzten Tage haben der Piste nicht geschadet. Im Gegenteil: Die Streif 2011 präsentiert sich in einem Topzustand.

Diashow: ÖSTERREICH macht den Streif-Test

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Überraschung: Trotz Tauwetter ist es pickelhart
Mittwoch, 11.30 Uhr, testen die Abfahrtsstars die Kitzbüheler Strecke das erste Mal, doch ÖSTERREICH war schon Montag auf der Streif. Mit Sondergenehmigung, da eigentlich keiner auf die Piste durfte. Schnell wird klar: Das wird die brutalste Streif seit vielen Jahren!

Oben am Start und über die Mausefalle das blanke Eis. „Da wird einigen das Herz in die Hose rutschen“, sagt Werner „Fipsi“ Pischl und reibt sich vergnügt die Hände. Das Kitzbüheler Original war 45 Jahre lang Startrichter, ist eine Institution. Heuer übernimmt sein Sohn Roman. Erstmals. Doch das Sagen hat nach wie vor der Senior. Ohne seinen Sanktus läuft im Startbereich gar nichts.

Wir rutschen runter zum Steilhang. Rutschen, wohlgemerkt. Ich komme nicht auf die leichtsinnige Idee, den Ski laufen zu lassen. Steigeisen wären besser gewesen. Bei der Steilhangausfahrt beginnt die neue Streif. Dort werden viele die Strecke gar nicht mehr wiedererkennen. Im Sommer hat ein Sturm sämtliche Bäume weggeräumt.

Plötzlich ist es hell dort. Den Läufern wird es recht sein. Dadurch ist eine bessere Sicht garantiert, wenn sie mit über 100 km/h ans Fangnetz gedrückt werden. Die nächste Überraschung folgt an der Hausbergkante. Auch hier ist der Schnee hart, erst im Zielbereich wird er weicher. Ich schnappe mir von einem Pistenarbeiter den Bohrer und teste die Schneeauflage: Perfekt!

Da es ab Mittwoch sogar kälter werden soll, können sich Walchi, Kröll und Kollegen gleich warm anziehen. Tipp: Vielleicht sollten sie lieber mit Eislaufschuhen an den Start kommen.

Vor der Streif haben 
alle großen Respekt
Nach unserer Besichtigung sind wir felsenfest überzeugt: Hier gibt es keinen Zufallssieger, hier kann nur einer gewinnen, der einfach alles beherrscht: Beschleunigen, Gleiten, Springen.

Und neben Topfitness wird das Wichtigste sein, die Angst in Respekt umzuwandeln. Startchef Pischl weiß: „Angst haben sie alle. Ich hab in den Jahren keinen kennengelernt, der beim Blick aus dem Starthaus Scherze gerissen hat. Da werden alle ruhig.“