Das Afrika-Cup-Finale zwischen Marokko und Senegal wurde von kuriosen Handtuch-Szenen überschattet. Balljungen und Spieler versuchten, das Handtuch von Senegal-Keeper Edouard Mendy zu klauen. FIFA-Präsident Gianni Infantino kritisierte die Vorfälle.
Senegal hat Gastgeber Marokko im Afrika-Cup-Finale in der Verlängerung mit 1:0 geschlagen. Das Endspiel wurde aber von kuriosen Szenen überschattet: Auf Videos ist zu sehen, wie Balljungen und Spieler das Handtuch von Senegal-Keeper Edouard Mendy (33) klauen oder es hinter die Werbebande werfen. Ersatztorwart Yehvann Diouf (26) verteidigte das Handtuch mit vollem Einsatz gegen mehrere Balljungen.
Marokko-Kapitän wirft Handtuch weg
Auch Marokkos Kapitän Achraf Hakimi war Teil der Handtuch-Schikane. Der PSG-Star nahm das Handtuch während einer Behandlungspause und warf es über die Bande – sehr zur Freude der Marokko-Fans. Senegal-Verteidiger El Hadji Malick Diouf sprang hinterher und holte es zurück. Bereits im Halbfinale hatte der Gastgeber für Handtuch-Wirbel gesorgt, als ein Ordner das Tuch von Nigeria-Keeper Stanley Nwabali verschwinden ließ.
Elfmeter-Drama und Platzverlassen
Das Endspiel wurde vornehmlich durch nicht sportliche Aktionen geprägt. Marokko-Star Brahim Díaz (26) hatte in der Nachspielzeit einen Elfmeter vergeben – er lupfte ihn direkt in die Arme des Keepers. Zuvor hatte es fast 20 Minuten lang intensive Diskussionen um den Elfer-Pfiff gegeben. Senegals Spieler verließen den Platz – offenbar auf Geheiß von Coach Pape Thiaw. Kurzzeitig drohte ein Abbruch.
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Infantino: "Inakzeptabel"
FIFA-Präsident Gianni Infantino bezeichnete die Vorfälle als "inakzeptabel". "Wir verurteilen das Verhalten einiger 'Fans' sowie einiger senegalesischer Spieler und Mitglieder des Trainerstabs aufs Schärfste", sagte Infantino. "Es ist inakzeptabel, das Spielfeld auf diese Weise zu verlassen, und Gewalt darf in unserem Sport nicht toleriert werden." Er erwarte, dass die CAF die entsprechenden Maßnahmen ergreife.