Schlierenzauer holt Gesamtweltcup

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Schlierenzauer holt Gesamtweltcup

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Der Tiroler holt zum zweiten Mal nach 2008/09 den Gesamtweltcup.

469 Zähler Vorsprung auf Anders Bardal, nur noch vier Einzelbewerbe stehen auf dem Programm: Gregor Schlierenzauer hat sich am Dienstag in Kuopio mit dem fünften Tagesrang zum zweiten Mal nach 2008/09 zum Gesamt-Weltcup-Sieger gekürt. Der 23-jährige Tiroler, der heuer u.a. mit bisher acht Saisonsiegen auch die Allzeit-Rekordmarke von Matti Nykänen (FIN) mit insgesamt 48 Weltcupsiegen ausgelöscht hat, kann damit entspannt in die restlichen Bewerbe gehen.

Stoch holt Tagessieg
Der Tagessieg ging überlegen an Großschanzen-Weltmeister Kamil Stoch. Der Pole segelte auf 135 und 129 m und verwies den Japaner Daiki Ito um 10,9 Punkte auf Rang zwei. Weitere zwei Zähler dahinter wurde der Deutsche Severin Freund Dritter. Für Stoch war es der erste Weltcupsieg in der zu Ende gehenden Saison und sein insgesamt sechster.

Anders Bardal landete 0,2 Punkte unmittelbar vor Schlierenzauer in der Tageswertung auf Rang vier, doch die Aufholjagd war eigentlich schon im Vorfeld nur noch eine theoretische. Zu groß war der Vorsprung des seit heuer auch zweifachen Siegers der Vierschanzen-Tournee, der zuletzt zwar nicht mehr in Hochform, aber immer noch konstant genug agierte.

"Sack zugemacht"
"Es kann immer etwas dazwischenkommen. Man ist ja auch vor Verletzungen nicht gefeit, wie man bei Thomas Morgenstern gesehen hat. Deswegen kann man es erst sagen, wenn man die Sachen erreicht hat", zeigte sich Cheftrainer Alexander Pointner nach der Fixierung des Gesamtsiegs erleichtert. "Gregor hat mit einer sehr guten Leistung bei einem sehr schwierigen Wettkampf den Sack zugemacht, und ich möchte ihm von Herzen gratulieren."

Mit kleinen Änderungen in der Anfahrtsposition hat Schlierenzauer wieder zu einem stabileren set-up gefunden. "In Lahti sind wir draufgekommen, dass wir uns im Kreis drehen", meinte Pointner. "Es geht um eine andere Anfahrtsposition auch vom Spannungsverhältnis", verriet der Tiroler. "Es war an der Zeit, dass Gregor da selbst wieder die Zügel in die Hand nimmt, und das hat sehr gut funktioniert."

Umkämpfter Nationencup
Stefan Kraft als Sechster und Wolfgang Loitzl, der sich von Platz 20 auf 11 katapultierte, retteten gemeinsam mit Schlierenzauer vorerst auch die Führung im Nationencup. Die ÖSV-Mannschaft führt nun 32 Punkte vor Norwegen. "Es hat jeder gekämpft, speziell Stefan Kraft und Wolfgang Loitzl, der in Lahti krank war. Man sieht, dass es auch funktioniert, wenn einige Topspringer nicht in Form oder nicht da sind."

Mit Manuel Fettner, der hauchdünn am Einzug ins Finale gescheitert war, und dem völlig außer Form befindlichen Andreas Kofler mussten zwei der sechs ÖSV-Adler im Finale zuschauen, und Michael Hayböck verpatzte den zweiten Sprung mit 103 m.

 Die Saison wird nun am Freitag mit dem zum Team stoßenden Martin Koch in Trondheim bzw. Sonntag in Oslo fortgesetzt, ehe es am Wochenende darauf beim traditionellen Saisonfinale auf der Skiflug-Schanze in Planica auch noch um die kleine Weltcup-Kristallkugel für die Skiflugwertung geht. Auch in diesem Klassement führt Schlierenzauer 98 Punkte vor Robert Kranjec (SLO).
 

Die stärksten Bilder unserer Ski-Adler

15. Jänner 2012: Morgenstern gibt beim FIS-Weltcup-Bewerb am Kulm alles.

25. November 2011: Morgenstern beim Training der Nordic Opening in Kuusamo.

9. November 2011: Morgenstern wir bei der Gala-Nacht des Sportes zum Sportler des Jahres 2011 gewählt.

26. Februar 2005: In Oberstdorf holt Morgenstern sein erstes WM-Gold im Team-Bewerb.

29. November 2003: Bei der Nordic Opening in Kuusamo stürzt der noch am Anfang seiner Karriere stehende Thomas Morgenstern schwer. Beklemmende Bilder zeigen seinen harten Aufschlag.

13. Jänner 2012: Schlieri beim Training am Kulm.

17. Dezember 2011: Beim FIS Weltcup in Engelberg stürzt er, verliert dabei seine Ski. Zum Glück ist unserem Adler nichts Ärgeres passiert.

28. November 2010: Souverän fliegt Schlieri bei der Nordic Opening in Kuusamo.

2. März 2010: Erstes Olympia-Gold im Team-Wettbewerb und zweimal Bronze in Vancouver.

27. Februar 2007: Erstes WM-Gold im Teambewerb für Schlieri in Sapporo.Beim Training fliegt er noch mit, doch den eigentlichen Bewerb in Sapporo lässt Schlieri aus.

15. Jänner 2012: Andreas Kofler hat beim FIS-Weltcup in Bad Mitterndorf Grund zu jubeln.

30. Dezember 2011: Spektakuläre Bilder von der Vier-Schanzen-Tournee in Oberstdorf.

3. Dezember 2011: Kofler beim FIS Weltcup in Lillehammer.

31. Oktober 2010: Kofler stürzt beim Weltcup in Engelberg nachdem er zur tageshöchstweite von 139 Metern geflogen war. Zum Glück bleibt er unverletzt.

21. Februar 2006: In Turin holen unsere Ski-Adler Andreas Kofler, Andreas Wildhölzl, Martin Koch und Thomas Morgenstern, WM-Gold im Teambewerb. Kofler schnappt sich noch eine Silbermedaille auf der Großschanze.

13. Jänner 2012: Kritisch beäugt Koch die Wetterlage am Kulm.

27. November 2011: In Kuusamo wird das Nordic Opening dank Sonnenuntergang das Springen zum Spektakel. Nicht nur die Fotografen freuts.

15. Oktober 2011: Bei der ÖSV-Einkleidung präsentiert Koch stolz sein Oberarm-Tattoo.

13. Februar 2011: Koch beim Skiflug-Weltcup in Vikersund.

28. Februar 2009: Koch holt sich mit seinem Team (Loitzl, Schlierenzauer, Morgenstern) sein erstes Nordisches WM-Gold in Leberec.

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