Zauchensee

Heim-Doppel: ÖSV-Speedstars wollen Vonn-Jubiläumsparty crashen

Im ersten Training für die Heim-Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee mussten sich Christina Ager (+0,39) und Mirjam Puchner (+0,45) nur der Deutschen Kira Weidle-Winkelmann geschlagen geben. 

Beim ersten Abtasten auf wegen starker Windböen verkürzter Strecke fuhr Weidle-Winkelmann in 1:20,50 Minuten Bestzeit, hinter Ager (2.) und Lokalmatadorin Puchner (3.) war die Kärntnerin Lena Wechner (25) mit Startnummer 43 überraschend Viertschnellste (+0,65), Emily Schöpf (25) belegte Platz 12 (+1,07).

Mit dabei nach überstandener Schulterverletzung war auch wieder Damen-Cheftrainer Roland Assinger.

Val-d'Isère-Siegerin Conny Hütter (17./+1,18) und die rekonvaleszente Nina Ortlieb (31./+2,00) hielten sich noch zurück - ebenso wie Comeback-Kollegin Lindsey Vonn, die mit 3:30 Minuten Rückstand als 50. abschwang.

Für Freitag hoffen die Läuferinnen auf ein Abschlusstraining über die ganze Strecke. Damit am Samstag die Abfahrt über die Originalstrecke über die Bühne gehen kann, muss auch der obere Teil im Training bewältigt werden. 

"Das war sehr, sehr kurz und sehr, sehr langsam. Aber wir müssen froh sein, dass wir gefahren sind", so Puchner (33), für die Zauchensee neben St. Johann auch ein Heim-Skigebiet ist. "Zauchensee ist eine Kindheitserinnerung zu Ostern. Wir sind Skifahren gegangen und haben Ostereier gekriegt. Das ist prägend gewesen." 

Shootingstar Egger würde Startschuss "reizen"

Magdalena Egger fand mit Startnummer drei nicht die besten Verhältnisse vor (51./+3,36). Die ÖSV-Aufsteigerin erklärte: "Sie haben extrem viel Arbeit im Vorfeld gemacht. Der Stock ist super. Aber man hat gemerkt, dass das bissl Schnee von der Nacht noch darüberliegt. Nach der Startverschiebung stockt es schon ordentlich her. Ich gehe davon aus, dass die hinteren Startnummern schnelle Zeiten fahren werden." Sie sei die ganze Abfahrt noch nie gefahren. "Der Startschuss würde mich schon reizen, der schaut schon cool aus. Den haben wir heute nicht einmal bei der Besichtigung runterfahren dürfen, was ein bissl schade war." 

Nina Ortlieb nach Grippe zurück

Ortlieb war zuletzt erkrankt und drei Tage im Bett, sie hatte zuvor das letzte Mal am 28. Dezember trainiert. Der verkürzte Lauf sei ihr daher entgegengekommen, sie fühle sich überraschend gut (+2,00). "Das Tempo war ziemlich langsam. Es war doch im oberen Teil noch einiges an Neuschnee drinnen. Ich glaube, wir müssen uns da auf das Rennen hin schon noch einmal umstellen." Mit dem nach unten versetzten Start verliere die Strecke schon etwas an Attraktivität, merkte sie an.  

Zehn Jahre danach greift Vonn wieder nach Double 

Vonn steht im Fokus des Speed-Doppels auf der Kälberloch-Strecke. Die mittlerweile 41-jährige US-Rennläuferin konnte bereits vier Siege in Zauchensee verbuchen: 2009 gewann sie die Superkombi am Gamskogel, 2011 folgte ein Abfahrtssieg, den sie 2016 wiederholte, als sie zudem noch den Super-G gewann.  

Zehn Jahre nach diesem Double gilt Vonn sowohl in der Abfahrt (Samstag, 11.30), als auch im Super-G (Sonntag, 12 Uhr/jew. ORF1 live) als Topfavoritin. Vonn, die heuer ihre unwiderruflich letzte Saison bestreitet, liegt in der Abfahrtsweltcup-Wertung an der Spitze, im Super-G lauert sie hinter Alice Robison (NZL) und Sofia Goggia (ITA) auf Platz 3.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
Auf sport24 finden Sie täglich die aktuellen Berichte und News aus der Welt des Sports – von Fußball bis Tennis, von Formel1 bis US-Sports. Dazu gibt es die Ergebnisse, Daten und Tabellen im Überblick. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten