Laura baut müden Marcel auf

ski-alpin

Laura baut müden Marcel auf

Artikel teilen

Hirscher: "Ich fühle mich wie mit 18."

Nach Silber im Riesentorlauf wirkte der Salzburger ausgelaugt. Deshalb verzichtete Marcel auch auf jegliche Art von Feier. Das dichte WM-Programm setzt Hirscher zu. Kein Wunder: Nach der Doping-Probe hatte er nicht einmal eine Stunde Zeit, um sich zu duschen und rechtzeitig bei der Siegerehrung zu sein.

Hirscher zog sich sehr früh ins Teamhotel zurück
Darum ging Hirscher den Silber-Abend auch langsamer an. "Anscheinend soll ich nicht so gut aussehen, wurde mir gesagt", meinte er. "Das wird sich aber bis morgen wieder ändern. Gut essen, gut schlafen, dann passt es wieder. Auf 3.000 Meter Seehöhe sind zwei Wochen Vollprogramm nie leicht." Nach seinem Auftritt in der Audi Lounge stellte sich Marcel noch den Journalisten, danach ging es aber gleich wieder zurück ins Mannschaftsquartier The Charter.

Statt Feier, Abendessen mit Freundin Laura
Zurück im Hotel wartete schon Freundin Laura auf ihn. Gut, dass es sie gibt. Sie baute ihren Marcel bei einem Abendessen wieder auf. Danach schaute alles schon wieder anders aus. Hirscher: "Auch wenn die Haxen brennen, im Kopf werde ich bis zum Slalom sicher super regeneriert sein. Ich habe nichts mehr zu verlieren."

Marcel über seine Super-WM und das Slalom-Finale

ÖSTERREICH: Marcel, können Sie überhaupt realisieren, was Sie da alles schaffen?
Marcel HIRSCHER: Es klingt blöd, aber ich versuche, dem Ganzen nicht so viel Bedeutung zu geben. Natürlich habe ich eine Riesenfreude. Ich merke, dass es für mich immer leichter wird. Fast so wie es mit 18 Jahren war. Da ging es um gar nichts, jetzt kann ich auch wieder das machen, was ich damals gemacht habe. Ski fahren, weil ich es gerne mache und nicht, weil ich es muss.

ÖSTERREICH: Verspüren Sie Genugtuung?
HIRSCHER: Wenn es einmal nicht so läuft, könnte ich sagen "Was wollt ihr von mir?" Ich hab einfach schon so viel gewonnen. Und es ist schön, darauf zurückblicken zu können. Das bringt für die Zukunft viel Lockerheit und Selbstvertrauen. Natürlich ist es auch Genugtuung, die sich in mir breitmachte.

ÖSTERREICH: Was heißt das jetzt für den Slalom?
HIRSCHER: "All in" wie immer. Aber ich würde nicht zu viel drauf setzen. Wenn das Wetter so warm bleibt, wird es schwierig für mich. Felix Neureuther ist Favorit. Nach Platz vier im Riesentorlauf wird er zurückschlagen. Apropos Riesentorlauf: Das Rennen war sehr anstrengend. Ich muss schauen, dass ich einigermaßen auf den Füßen stehe.

OE24 Logo