Der Ski-Gesamtweltcup der Frauen bleibt bis zum letzten Schwung spannend. Emma Aicher liegt nach einem untypischen ersten Riesentorlauf-Durchgang in Hafjell auf Platz drei (+0,26 Sek.) und setzte Mikaela Shiffrin (17./+1,55) gehörig unter Druck.
Die Verhältnisse in Norwegen ließen schnelle Fahrten mit höheren Nummern zu. Das bessere Licht nutzte nicht nur Aicher, sondern auch die Kanadierin Valerie Grenier zu einer knappen Halbzeitführung vor der Schwedin Sara Hector (+0,02).
Kugelgewinnerin Julia Scheib lauert ex aequo mit Mina Fürst Holtmann auf Rang vier (+0,47). Auch Stephanie Brunner hat als Sechste (+0,67) noch Podestchancen. Scheib bescheinigte sich selbst eine solide Fahrt. Mit dem Spannungsaufbau habe sie sich aber schwer getan und der Schnee komme ihrem Fahrstil nicht wirklich entgegen.
Shiffrin ging mit 85 Punkten Vorsprung auf Aicher ins Rennen. Um die Sensation zu schaffen, müsste die junge Deutsche gewinnen und Shiffrin ohne Punkte - also außerhalb der Top 15 - beim Weltcupfinale bleiben. Aicher hat es in ihrer Karriere noch nie auf ein Weltcup-Stockerl im Riesentorlauf geschafft.