"Passt scho, dass ich es lasse"

Walchis Abschied

"Passt scho, dass ich es lasse"

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7. im letzten WM-Rennen: seinen Abschied hat sich Walchi anders vorgestellt.

ÖSTERREICH: Was ging Ihnen beim Blick auf die Anzeigetafel durch den Kopf?

Michael walchhofer: Das war die Überraschung, als ich den Rückstand gesehen habe.

ÖSTERREICH: Warum hat es nicht für mehr gereicht?

walchhofer: Es war keine perfekte Fahrt, aber ich dachte: Das war schon okay. Dafür war der Rückstand von 1,87 Sekunden enorm. Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich so was ausfass’. Da brauchst dich nicht mehr ärgern. Dass auch Miller ein Riesenpaket ausgefasst hat, tröstet mich ein bissl.

ÖSTERREICH: Enttäuscht über diesen WM-Abschied?
Walchhofer: Extrem schmerzen tut es nicht, aber es hätte glücklicher ausgehen können. Anderseits war ich wirklich weit weg vom Podest – ob du Vierter oder Siebenter wirst, ist schon wurscht.

ÖSTERREICH: Könnte es sein, dass Sie nicht mehr mit der letzten Entschlossenheit bei der Sache waren?
Walchhofer: Am Start hat das Gefühl schon gepasst, da war die notwendige Aggressivität da.

ÖSTERREICH: Anders formuliert: Sind Sie froh, dass Sie hier heil herunten sind?
Walchhofer: Das bin ich immer mehr. Deshalb passt es, wenn ich es heuer lasse. Die Standing Ovations ehren mich jedenfalls.

ÖSTERREICH: Ihr Motto für die letzten Weltcup-Rennen?
Walchhofer: Ich werde schauen, dass ich in Kvitfjell noch ein paar lässige Läufe runterbringe. Vielleicht geht sich noch eine Kristallkugel aus.

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