Nur 7 Sekunden fehlten Langlauf-Lady Teresa Stadlober am Montag auf der 2. Tour-de-Ski-Etappe über 10 km klassisch auf ihren ersten Weltcup-Sieg. Mit ihrem 6. Weltcup-Podest, dem ersten seit Jänner 2025 in Val di Fiemme, verbessert sich Stadlober in der Tour-Gesamtwertung auf Platz 4.
Schneller als die Salzburgerin war nur die Norwegerin Astrid Oeyre Slind. In der Tour-Wertung verbesserte sich die beim Auftaktsprint abgeschlagene Distanzläuferin auf Rang 4 - 52 Sekunden hinter Spitzenreiterin Jessie Diggins (USA).
Stadlober jubelt über "Megatag" und "unfassbar gutes Material"
"Das war ein mega Tag für mich, und dieser zweite Platz ist einfach Wahnsinn. Ich habe mich auch wirklich auf dieses klassische Rennen gefreut", jubelte die Tochter von ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober. "Und dass ich dann so knapp am Sieg dran bin, ist natürlich sensationell." Dabei verwies Stadlober auf ihr "unfassbar gutes" Skimaterial.
Auch wenn die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von Peking 2021 nicht einmal eine Minute hinter der Gesamt-Führenden Diggins liegt, ist das Tour-Klassement derzeit aber kein Thema. Stadlober: "Es ist noch zu früh, um daran zu denken, jetzt genieße ich einmal den heutigen Tag." Es würden noch einige kurze Rennen kommen, die ihr nicht liegen. Stadlober: "Ich konzentriere mich auf die 20 km (am Neujahrstag, d. Red.) und das Bergrennen." Die "Bergankunft" steht am 4. Jänner am Programm.
- Langlauf-Ass Vermeulen zeigt im Massenstart auf
- Weltcup-Coup: Vermeulen läuft in Ruka aufs Podest
- 100 Tage vor Olympia: Österreichs Wintersport-Asse im großen Check
Sprinter Benjamin Moser überraschte über 10 km
Eine überraschende Erfolgsmeldung gibt's in Abwesenheit von Österreichs Top-Langläufer Mika Vermeulen auch bei den Männern: Der beim Sprintauftakt achtplatzierte Benjamin Moser verbesserte sich am Montag mit der elftbesten Zeit im 10-km-Rennen um zwei Positionen. "Im Moment bin ich einfach nur überglücklich, dass ich so einen guten Tag erwischt habe. Dieser elfte Platz ist mein bisher bestes Distanzergebnis und das ist einfach gewaltig. Mir kommt die Strecke hier ganz gut entgegen und ich hatte vor allem ein super Finish", sagte Moser und bedankte sich beim Service-Team für das schnelle Material. Auf den norwegischen Sieger Mattis Stenshagen fehlten dem 28-Jährigen 43,3 Sekunden.
Topfavorit Johannes Hösflot Kläbo wurde 8,9 Sekunden hinter seinem Landsmann Zweiter, führt die Gesamtwertung aber weiter klar an. Titelverteidiger Kläbo liegt dank der Zeitbonifikationen bei seinem Sprintauftakterfolg am Sonntag 53 Sekunden vor seinem Teamkollegen Lars Heggen. Dritter ist 57 Sekunden zurück mit Harald Östberg Amundsen ein weiterer Norweger. Der ebenfalls von Zeitgutschriften des Sprints profitierende Moser hat 1:08 Minuten Rückstand. "Wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich es sicher nicht geglaubt."
Moser mit guten Chancen im 5-km-Massenstart
Als nächste Etappe folgt am Mittwoch ein 5-km-Heat-Massenstartbewerb, in dem Moser gute Chancen haben sollte. Dieser neue Bewerb und auch die sonstige Sprintlastigkeit der Tour mit hohen Zeitbonifikationen in den kurzen Rennen stoßen bei den Distanzspezialistinnen wie Stadlober auf wenig Gegenliebe.