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Kombi-Gold an Lamy Chappuis, Mario Stecher Fünfter

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Die Österreicher haben im Olympia-Einzelbewerb der Nordischen Kombination am Sonntag in Whistler keine Medaille gewonnen. Mario Stecher war beim Sieg des Franzosen Jason Lamy-Chappuis als Fünfter der Beste aus dem ÖSV-Team. Silber holte der US-Amerikaner Johnny Spillane, Bronze ging an den Italiener Alessandro Pittin. Turin-Doppelolympiasieger Felix Gottwald wurde 14.

Der in aussichtsreicher Position gelegene Stecher kämpfte tapfer bis zum Schluss, landete letztlich aber auf dem fünften Platz. Auf Lamy Chappuis, der im Finish Spillane auf der Zielgeraden um 0,4 Sekunden niedersprintete, fehlten dem 32-jährigen Eisenerzer letztlich 13,6 Sekunden. Der "bronzene" Pittin war immer noch 12,8 Sekunden vor Stecher.

"Es war ein gutes Rennen, aber nicht gut genug. Am letzten Hügel habe ich nicht mehr mitgehen können, das hat gefehlt. Ich habe mir gedacht, dass es gut ist hintendranzubleiben, im Endeffekt war es aber zu wenig", analysierte Stecher, der damit weiter auf seine erste Einzelmedaille bei Spielen warten muss. "Die Füße waren zu müde, es geht so in Ordnung. Es fehlt nicht so viel, aber das war heute zu viel. Bei Olympia zählt nur der Platz unter den Top 3. Wir werden weiterarbeiten und vielleicht geht in einer Woche was", hoffte er.

Nach einem spannenden Finish setzte sich der 23-jährige Weltcup-Gesamtleader Lamy Chappuis durch, der heuer schon fünf Weltcupsiege gefeiert hat. Der in Missoula in den USA Geborene holte damit endlich seine erste Olympiamedaille, nachdem er in Turin im Sprint 4. und mit dem Team 5. geworden war. Für den Franzosen war es der erste große Titel, denn bei Weltmeisterschaften war er bisher über zweimal Bronze nicht hinausgekommen.

Für Gottwald war wie nach dem 91-m-Sprung erwartet an diesem Tag nichts zu holen. Der mit 34 Jahren älteste Teilnehmer im Feld landete auf dem 14. Rang (+45,1 Sekunden) und war damit unmittelbar vor David Kreiner zweitbester Österreicher. Christoph Bieler, Dritter nach dem Springen, landete abgeschlagen auf dem 25. Platz. Gottwald gehörte damit ebenso zu den Geschlagenen wie auch Hannu Manninen, der nur 1,8 Sekunden vor ihm als 13. ins Ziel gelaufen war.

"Das Rennen war gut, die Form im Laufen passt, das hat mir heute das Rennen bestätigt", meinte Gottwald, der beim Sprung vom Wind nicht gerade begünstigt gewesen war. "Das Gefühl ist gut, am Ende war ich nicht so motiviert, wenn es um Platz 14 geht. Das Material war auch in Ordnung, von dem her heißt es jetzt geduldig sein, weiterarbeiten. Der Beste hat heute gewonnen", zollte er Lamy Chappuis Respekt.

Mannschaftlich extrem stark präsentierten sich die US-Amerikaner, die neben Silbermedaillengewinner Spillane mit Lodwick und Demong auf den Plätzen 4 und 6 drei Leute in die Top 6 brachten und damit wohl für den Teambewerb Riesenchancen haben. Der Mannschaftsbewerb von der Großschanze geht erst am 23. Februar in Szene, zwei Tage später wird der zweite Einzel-Olympiasieger in der Nordischen Kombination gekürt.

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