Annas Heimkehr als Triumphzug

WM-Heldin

Annas Heimkehr als Triumphzug

WM-Heldin groß gefeiert nach 30-Stunden-Flug

Allen stahl Anna Fenninger in Vail die Show. Am Samstag kam die Königin der Ski-WM zurück nach Österreich, auch bei ihrem Empfang im Heimatort Adnet überstrahlte die frischgebackene Doppelweltmeisterin alles. So lief Tag eins nach der Erfolgs-WM:

Diashow: Bilder: Fenninger in Salzburg gelandet

Bilder: Fenninger in Salzburg gelandet

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    Emotionales Wiedersehen mit Mama und Brüdern

    • 8.40 Uhr. Landung in Wien. Begleitet von ihrem größten Fan, Freund Manuel Veith, stieg Fenninger aus dem Flieger aus Washington. Nach der 30-Stunden-Reise sichtbar erschöpft. Doch dreimal Edelmetall gaben Fenninger gestern die „zweite Luft“ für den Partytag. Gleich ging es weiter nach Salzburg.
    • 11 Uhr. Dort angekommen, waren alle Strapazen vergessen: Mutter Martina und ihre beiden Brüder Peter (20) und Thomas (21) herzten die Alpin-Queen, die vereinte Familie lag sich in den Armen.
    • 14.30 Uhr. Keine Verschnaufpause: Die Heimatgemeinde Adnet ließ Anna mit der Pferdekutsche abholen. Die Feier für die größte Tochter des 3.500-Einwohner-Orts wartete. Auf einem aufgeschütteten Skihügel auf dem gesteckt vollen Dorfplatz überblickte sie die jubelnde Menge. Es regnete Geschenke: Vom Bürgermeister bekam sie eine edle Trachtentasche mit Salzburger Federkielstickerei, von Landeshauptmann Haslauer einen Marmorstier, von ihrem Fanklub eine überdimensionale Goldmedaille als Kuchen. Fanklub-Chef Gustav Krispler jubelte: „Ich habe immer gesagt, dass das in ihr steckt. Die Anna ist als Weltmeisterin geboren worden.“

    Nur einer fehlte beim Empfang: Annas Manager Klaus Kärcher. Er werkt im Hintergrund bereits an neuen Werbedeals, um den finanziellen Erfolg auch über Fenningers aktive Karriere hinaus zu sichern.

    Als erfolgreichste WM-Läuferin des ÖSV seit 1933 hat sie alle Trümpfe in der Hand.

    Interview mit Manager Klaus Kärcher

    ÖSTERREICH: Spielt Fenninger nach dieser WM bereits in der Lindsey-Vonn-Liga?
    Klaus KÄRCHER: Sportlich sicher. Wie viele Rennläuferinnen haben bei einer WM zwei Gold- und eine Silbermedaille gewonnen? Und das nach Olympia- und dem Gesamtweltcup-Sieg!

    ÖSTERREICH: Was ist Annas Geheimnis?
    KÄRCHER: Das Gesamtpaket Anna Fenninger ist einfach sensationell: Entscheidend für den Marktwert ist der Erfolg. Aber auch die Persönlichkeit stimmt, und sie sieht blendend aus. Anna ist ein Jahrhundert-Glücksfall.

    ÖSTERREICH: Was machen Sie jetzt aus dieser WM?
    KÄRCHER: Ich wäre ein schlechter Manager, wenn ich abgewartet hätte, was bei dieser WM passiert. Ich hab’ strategisch alles vorbereitet und baue die Marke Anna Fenninger nachhaltig auf. Sie könnte viele Verträge ­unterschreiben und jeweils fünf PR-Termine vereinbaren. Aber dann kommt sie nicht mehr zum Skifahren. Wichtig: Anna muss sich mit dem Sponsor identifizieren.

    ÖSTERREICH: Ist Fenninger international vermarktbar?
    KÄRCHER: Anna strahlt auch international. Der nationale Markt ist wichtig, aber er bietet begrenzte Möglichkeiten.

    ÖSTERREICH: Mercedes stand zur Diskussion – ist das nicht ein Interessenkonflikt mit ÖSV-Partner Audi?
    KÄRCHER: Audi muss nur sagen: Anna, wir wollen dich. Sonst nehmen wir den mit dem Topangebot.(okk)

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