Winter-Kracher
Heimischer Olympia-Star beendet Karriere völlig überraschend
Die 32-Jährige werde nach dem Saisonfinale am kommenden Wochenende am Holmenkollen einen Schlussstrich ziehen, hieß es in einer ÖSV-Aussendung. Die Tirolerin gewann 2021 in Pokljuka WM-Gold im Massenstart, ist Siegerin von sechs Einzel-Weltcup-Bewerben und stand 13 Mal auf dem Podest. Insgesamt holte Hauser vier WM-Medaillen und nahm an vier Olympischen Spielen teil.
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Österreichs bisher einzige Biathlon-Weltmeisterin erklärte, sie habe die Entscheidung "nicht von heute auf morgen" getroffen. "Es hat in den letzten Jahren aber einfach sehr viel Energie gekostet, mit dem Stress und dem Druck umzugehen und in den Rennen dann auch abliefern zu können." Sie habe den Sport immer gerne ausgeübt und dafür auch gerne auf viele Dinge verzichtet. "In letzter Zeit habe ich aber gemerkt, dass sich die Prioritäten in meinem Leben einfach ein bisschen verschoben haben. Der Sport ist nicht mehr das Wichtigste für mich und der Zeitpunkt ist gekommen, um ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen", erklärte Hauser.
Lange Erfolgsliste bei Hauser
Auf ihrer Erfolgsliste stehen sechs Medaillen bei Junioren-Weltmeisterschaften und der Gewinn der kleinen Kristallkugel für die Weltcup-Einzel-Wertung. Hauser gehört zu jenem exklusiven Kreis, deren Mitglieder zumindest einen Weltcupsieg in jeder Einzel-Disziplin (Sprint, Verfolgung, Einzel, Massenstart) errungen haben.
Die Tirolerin sprach davon, in ihrer Karriere "viele tolle und emotionale Momente" erlebt zu haben, "mit vielen Höhen und Tiefen". Nun wolle sie die Zeit "einfach genießen. Ich freue mich auf einen weniger strukturierten Alltag mit mehr Platz für Spontanität und mehr Zeit für Freunde und Familie."
Sumann über Hauser: "Zählt zu den ganz Großen"
Christoph Sumann, Sportlicher Leiter Biathlon im ÖSV, würdigte Hausers Verdienste. "Sowohl sportlich als auch menschlich war sie eine absolute Teamleaderin, die ihren jungen Kolleginnen mit ihrer Professionalität und ihrer Erfahrung immer helfend zur Seite stand." Es sei zwar schade, eine derartige Persönlichkeit zu verlieren, allerdings sei Hausers Entscheidung auch nachvollziehbar, meinte Sumann. "Sie kann auf eine unfassbar erfolgreiche Karriere zurückblicken und zählt definitiv zu den ganz Großen ihres Sports."
Dieser Meinung schloss sich ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher an. "Mit ihren Erfolgen trug sie maßgeblich dazu bei, dass das heimische Damenteam heute in der Weltspitze etabliert ist und war für viele junge Biathletinnen auf und abseits der Loipe jahrelang ein großes Vorbild", meinte Stecher.
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