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Olympia 2014

Wird hier schon Berthold abgeworben?

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Nach der historischen Olympia-Pleite soll bei den ÖSV-Herren kein Stein auf dem anderen bleiben. Wer folgt Herren-Chef Toni Giger nach?

Für aufmerksame Beobachter war das nette Gespräch, das ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel im Damen-Zielraum (Riesch und Rebensburg haben 3 Mal Gold eingefahren) mit dem deutschen Cheftrainer Mathias Berthold führte, mehr als höfliche Gratulation. Tatsächlich wird der 44-jährige Vorarlberger als heißester Nachfolgekandidat für Noch-ÖSV-Herrenchef Toni Giger (sein Vertrag läuft mit Saisonende aus) gehandelt.

Giger-Nachfolge: Ausländer oder doch ÖSV-Rochade?
Von ÖSTERREICH auf die Gerüchte angesprochen, lächelt Berthold: "Noch hat keiner konkret mit mir gesprochen. Außerdem fühle ich mich in Deutschland sehr wohl ...

Tatsächlich ist der Job als ÖSV-Herrenchef der gefragteste Posten im Skizirkus. Erst recht nach der größten Pleite aller Zeiten. Heißt: Der potenzielle Giger-Nachfolger hat nichts zu verlieren. Der Druck ist dennoch gewaltig. Denn eine neuerliche Pleite bei der WM 2011 in Garmisch kann sich die einst mächtigste Ski-Nation der Welt nicht mehr leisten. Logisch, dass Schröcksnadel im Hintergrund bereits eine Struktur-Reform planen lässt (siehe "Thema des Tages" S. 4/5).

Immer wieder lässt Schröcksnadel durchklingen, wie sehr es ihn wurmt, dass ÖSV-Know-how ins Ausland abwandert. Deswegen steht nicht nur Berthold als Comeback-Kandidat beim ÖSV zur Diskussion. Auch die Aktien von Patrick Riml (USA), Christian Leitner (Finnland), Sepp Brunner (Janka-Entdecker in der Schweiz) steigen.

ÖSV-intern steht aber auch die Beförderung von Slalom-Chef Christian Höflehner zur Diskussion. Der Ex-Kondi-Trainer von Tennis-Ass Thomas Muster versteht es, strukturell zu arbeiten. Allerdings haftet ihm seit Samstag ein Loser-Image an. Ein ähnliches Problem hat Speed-Trainer Andy Evers.

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