Revolution in Ägpyten

Mubarak tritt zurück

Tahrir-Platz Kairo Ägypten
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Die Ereignisse des 18. Protesttages im Live-Ticker zum Nachlesen.
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Die ganze Welt rechnete am Donnerstag mit dem Rücktritt von Präsident Mubarak – aber der täuschte alle und ließ seinen Abgang offen. Am Freitag war es soweit: Am späten Nachmittag verkündete Vizepräsident Suleiman den Rücktritt von Hosni Mubarak und legte die Führung des Landes in die Hände des Militärs.

Mubarak tritt zurück
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15:04 Uhr: Mubarak ist offenbar in Sharm el-Sheikh eingetroffen.

15:03 Uhr: Auch vor dem Gebäude des staatlichen Fernsehens in Kairo versammeln sich zehntausende Menschen.

14:53 Uhr: Ägyptens Tourismus liegt den Protesten brach, mitten in der Hauptsaison stornieren Zehntausende Urlauber ihre Reisen, Touristenhochburgen wie Luxor und Marsa Alam gleichen Geisterstädten.

14:37 Uhr: Ganz ohne Freunde ist Mubarak aber nicht. Der Libysche Präsident Gaddafi hat Mubarak bei einem Telefonat seine Unterstützung angeboten.


14:12 Uhr: Aus ägyptischen Sicherheitskreisen heißt es, Mubarak sei in einem Hubschrauber vom Präsidentenpalast aus gestartet. Das Ziel der Reise ist unklar.

14:04 Uhr: Das Außenamt gibt bekannt, dass sich keine österreichischen Pauschaltoruisten mehr in Ägypten befinden. Es halten sich in dem Land demnach aber weiterhin rund 1.600 Österreicher auf. Rund 380 Österreicher haben nämlich aus beruflichen Gründen ihren derzeitigen Lebensmittelpunkt in Ägypten (sogenannte "Ex-Pats"). Dazu kämen 1.200 Auslandsösterreicher, hauptsächlich ägyptisch-österreichische Doppelstaatsbürger, mit ständigem Wohnsitz in Ägypten.

13:52 Uhr: Mohamad ElBaradei ist zuversichtlich: "Die ganze Nation ist auf den Straßen. Der einzige Ausweg für das Regime ist, endlich zu gehen. Die Macht des Volkes kann nicht unterdrückt werden. Wir werden siegen", twittert er.

13:35 Uhr: Al-Arabiya berichtet, dass Mubarak zwar Kairo, nicht aber Ägypten verlassen hat.

13:22 Uhr: Mubarak hat mit seiner Familie Kairo verlassen, berichtet Al-Arabiya. Angeblich hat Mubarak sogar schon Ägypten verlassen. Eine offiziele Bestätigung gibt es aber noch nicht.

Mubarak enttäuscht sein Volk

13:19 Uhr: EU-Außenministerin Catherine Ashton wird kommenden Montag ihre seit längerem geplante Reise in die von Unruhen erschütterten nordafrikanischen Länder mit Tunesien beginnen. Kommissionssprecher Michael Mann erklärte am Freitag in Brüssel, der Besuch Ägyptens stehe angesichts der sich stündlich wechselnden Lage noch nicht konkret fest.

13:05 Uhr: Der Tahrir-Platz ist vollkommen überfüllt. Immer mehr Menschen strömen auf den Kairoer Platz.

12:57 Uhr: Der ägyptischen Regierung gehen die Hinweise auf das Vorbild der westlich verfassten, mehrheitlich muslimischen Türkei mächtig auf die Nerven. Freundlich lächelnd, aber knallhart in der Sache ließ der ägyptische Botschafter in Ankara, Abderrahman Salaheldin, die Türken jetzt wissen, was er von den regelmäßig wiederholten Rücktrittsforderungen der türkischen Regierung an Präsident Hosni Mubarak hält. "Die Leute in Ägypten - nicht die Regierung, sondern die Leute auf der Straße - haben eine einstimmige Botschaft: 'Haltet euch raus'", sagte der Botschafter.

12:42 Uhr: Die Menschen am Tahrir-Platz sind wütend. Sie fordern lautstak den Rücktritt Mubaraks. Auch mit der Erklärung des Militärs sind viele nicht zufrieden. Sie streiten mit den anwesenden Soldaten, berichtet Al-Jazeera.

12:36 Uhr: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die teilweise Abgabe der Macht des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak an seinen Vize, den früheren Geheimdienstchef Omar Suleiman für unzureichend. Zugleich fordert sie, nicht gewaltsam gegen die Demonstranten vorzugehen.

12:27 Uhr: Inzwischen ist das Freitagsgebet beendet. Hunderttausende fordern den Rücktritt Mubaraks.

12:25 Uhr: "Die Zeit für ein Wandel in Ägypten ist gekommen. Österreich unterstützt einen friedlichen Reformprozess in Ägypten unter Einbeziehung aller politischen Kräfte", erklärte Außenminister Michael Spindelegger in Reaktion auf die gestrige Rede von Präsident Mubarak.

12:11 Uhr: Mohamed ElBaradei fordert, dass sich das Militär auf die Seite der Bevölkerung stellt. "Aber es muss klar sein, dass die Rolle der Armee darin besteht, den Staat zu beschützen, nicht zu führen", so der "Wiener" Friedensnobelpreisträger.

12:05 Uhr: Weil der Andrang auf den Tahrir-Platz so groß ist, findet das Freitagsgebet in mehreren Schichten statt.

11:43 Uhr: Der Imam, der die Freitagsgebete am Tahrir-Platz geleitet hat, ist ohnmächtig zusammengebrochen. Er hatte gerade die Armee zum Handeln im Sinne der Demonstranten aufgerufen.

11:30 Uhr: Der Gerichtshof muss prüfen, ob Mubarak und Mitglieder seiner Regierung wegen der Unterdrückung des laufenden Volksaufstandes in Ägypten angeklagt werden kann. Mit einem entsprechende Appell wandte sich eine "Gruppe von Ägyptern" am Freitag an das "Weltstrafgericht" in Den Haag.

11:21 Uhr: Ägyptische Bürger haben den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH bzw. ICC) aufgerufen, Vorermittlungen gegen Präsident Hosni Mubarak wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuleiten.

11:10 Uhr: Der Aufnahmezustand soll aufgehoben werden, "sobald die gegenwärtigen Bedingungen enden", heißt es weiter. Damit würde das Militär eine Schlüsselforderung der Massenbewegung gegen das Regime von Präsident Hosni Mubarak erfüllen. Zugleich ließ die Armeeführung in ihrem "Kommunique 2" aber wissen, dass sie die Protestierenden von den Straßen haben will.

11:01 Uhr: Die Armee will Reformen und faire Wahlen sichern. Eine weitere Enttäuschung für die protestierenden Ägypter. Von einem schnellen Ende der Herrschaft Mubaraks ist in der mit Spannung erwarteten Erklärung nicht die Rede.

10:46 Uhr: Auf dem Tahrir-Platz haben sich auch viele Familien eingefunden. Jung und alt demonstrieren gegen Mubarak.

10:42 Uhr: Mehrere hundert Demonstranten haben sich vor dem Präsidentenpalast Mubaraks eingefunden. Die Präsidentengarde schützt das Gebäude, das Militär schreitet aber nicht ein.

10:35 Uhr: Der "Spiegel" berichtet, dass sich auch in Alexandria immer mehr Menschen versammeln. Auch hier sind nach den Freitagsgebeten Massenproteste geplant.

10:31 Uhr: Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat den Druck auf Mubarak erhöht. Er hat einen sofortigen demokratischen Reformprozess in Ägypten eingemahnt. Der internationalen Gemeinschaft gehe es darum, "dass es jetzt einen demokratischen Wandel gibt, nicht irgendwann, sondern dass er jetzt beginnt", so Westerwelle.

10:27 Uhr: Hunderte Demonstranten blockieren den Sitz des staatlichen Fernsehens mit einer Menschenkette. Der Sender gilt als Sprachrohr von Präsident Mubarak und hat gestern die Rede des Präsidenten ausgestrahlt..

10:20 Uhr: Erstmals demonstrieren auch Offiziere mit dem Volk. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von mindestens 16 ägyptschen Offizieren, die den Schulterschluss mit dem Volk vollzogen haben.

10:16 Uhr: Der Strom der Menschen zum Tahrir-Platz ist gigantisch. Sanitäter, die vor Ort sind, fürchten eine Massenpanik.

10:12 Uhr: Nicht nur die ägyptische Bevölkerung, sondern auch die EU ist von der Rede Mubaraks, der sich an die Macht klammert, enttäuscht. Die EU-Aßenbeauftragte Catherine Asthon sagte, die Rede Mubaraks habe bislang noch nicht "den Weg für schnellere und tiefere Reformen freigemacht".

10:10 Uhr: Die politischen Spannungen in Ägypten haben die Ölpreise am Freitag weiter in die Höhe getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im März kostete in der Früh 101,34 US-Dollar (74,49 Euro). Das waren 47 Cent mehr als am Vortag.

10:08 Uhr: Auch der ägyptische Finanzminister warnt im Gespräch mit der BBC vor einem Militärputsch.

10:05 Uhr: Nach Ansicht des Nahost-Experten Udo Steinbach muss der ägyptische Präsident Hosni Mubarak binnen 48 Stunden zurücktreten - ansonsten droht ein Militärputsch.

10:01 Uhr: Bewaffnete haben im Grenzgebiet Ägyptens zum palästinensischen Gazastreifen eine Polizeistation beschossen. Der Angriff war einei Reaktion auf dieRede von Präsident Hosni Mubarak.

09:26 Uhr: Die Wut am Tahrir-Platz gegen Mubarak ist nach seiner Rede noch größer geworden. Immer mehr Menschen strömen zum Zentrum des Widerstands.

08:16 Uhr: Für heute rufen die Regimegegner zu neuen Massenprotesten auf. Die Opposition erwartet bis zu 20 Millionen Demonstranten in ganz Ägypten.

07:47 Uhr: Das ägyptische Militär hat einem Fernsehbericht zufolge eine "wichtige Erklärung" angekündigt. Der Hohe Rat der Streitkräfte werde sich "in Kürze" mit einer Mitteilung an die Bevölkerung wenden, berichtete der Sender Al-Arabiya.

Mubaraks Rede: Schock für Widerstand


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Mubarak: Despot tritt NICHT zurück

Mubarak: Despot tritt NICHT zurück

© AP Photo/ Egypt TV via APTN

Mubarak: Despot tritt NICHT zurück

Mubarak: Despot tritt NICHT zurück

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Mubarak: Despot tritt NICHT zurück

Mubarak: Despot tritt NICHT zurück

© AP Photo/ Egypt TV via APTN

04:43 Uhr: Die Fernsehansprache von Präsident Hosni Mubarak hat den Zorn der Ägypter nur weiter angestachelt. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Jazee

Demonstranten bleiben am Tahrir-Platz


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Tausende am Tahrir-Platz

Tausende am Tahrir-Platz

© EPA/KHALED ELFIQI

Tausende am Tahrir-Platz

Tausende am Tahrir-Platz

© AP Photo/Ben Curtis

Tausende am Tahrir-Platz

Tausende am Tahrir-Platz

© EPA/FELIPE TRUEBA

Verwirrspiel um Mubaraks-Rücktritt


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Ägypten

Ägypten

© APA

Jubel am Tahrir-Platz in Kairo

Jubel am Tahrir-Platz in Kairo

© Reuters

Jubel am Tahrir-Platz in Kairo

Jubel am Tahrir-Platz in Kairo

© Reuters

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