Während der Druck im Nahen Osten wächst, schmieden europäische Staaten bereits Pläne hinter den Kulissen. Auffällig dabei: die USA und Donald Trump sind außen vor.
In Paris beraten derzeit zahlreiche westliche Partner über eine mögliche Militärmission nach dem Iran-Krieg, allerdings ohne Beteiligung der USA. Hintergrund ist die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öl- und Gastransport.
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Treffen in Paris
Initiiert wurde das Treffen von Frankreich und Großbritannien. Ziel ist ein Plan, der erst nach einem Ende der Kämpfe umgesetzt werden soll. Ein sofortiger Einsatz steht aktuell nicht zur Debatte. Auch Deutschland zeigt sich zurückhaltend und knüpft eine mögliche Beteiligung an klare Bedingungen, vor allem an eine Waffenruhe.
Die geplante Operation soll rein defensiv sein. Laut Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Großbritanniens Premier Keir Starmer gehe es darum, die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus wiederherzustellen und damit den globalen Handel zu stabilisieren.
USA bleiben außen vor
Brisant: Weder die USA noch Israel oder Iran nehmen an den Gesprächen teil. Beobachter werten das als deutliches Signal, dass Europa eigene Strategien entwickeln will, unabhängig von Washington. Damit zeigt sich einmal mehr: In dem Iran-Krieg wächst die Distanz zwischen den europäischen Partnern und Trump.