"Kleiner Umweg"

Trump trotzt Kritik und rechtfertigt Iran-Einsatz

Trotz wachsender Kritik in der Bevölkerung bleibt US-Präsident Donald Trump auf Konfrontationskurs. Negative Umfragen? Für ihn kein Grund zum Umdenken. 

US-Präsident Donald Trump hat den Krieg gegen den Iran verharmlosend als „kleinen Umweg“ bezeichnet. Bei einem Auftritt in Las Vegas verteidigte er am Donnerstag sowohl seine Wirtschaftspolitik als auch den Militäreinsatz. Für ihn stehe fest: Die Entscheidung sei richtig gewesen. 

Klare Worte bei Auftritt

„Wir brechen alle Rekorde – und das trotz unseres kleinen Umwegs durch das reizende Land Iran“, erklärte Trump. Gleichzeitig rechtfertigte er das Vorgehen deutlich: Man habe handeln müssen, da sonst „schlimme Dinge“ passiert wären, sagte er mit Blick auf das iranische Atomprogramm. 

Mehrheit der Amerikaner dagegen

Dabei sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Laut aktuellen Umfragen des Instituts Ipsos sieht ein Teil der US-Bevölkerung (51 Prozent der Befragten) den Einsatz im Iran kritisch oder lehnt ihn sogar ab, da dieser die hohen Kosten nicht rechtfertigt. Auch eine Studie der Quinnipiac University zeigt Unzufriedenheit: 65 Prozent machen Trump für steigende Benzinpreise verantwortlich. Selbst unter seinen Anhängern bröckelt die Unterstützung deutlich: Nur rund ein Drittel der Trump-Wähler steht hinter seinem Vorgehen im Iran-Krieg, während eine klare Mehrheit es ablehnt. 

Trotz dieser klaren Stimmungslage zeigt sich Trump unbeeindruckt und hält an seinem Kurs fest.

Hoffnung auf schnelle Einigung

Hinter den Kulissen laufen weiter Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Laut pakistanischen Vermittlerkreisen soll zunächst eine Absichtserklärung unterzeichnet werden. Innerhalb von 60 Tagen könnte dann ein umfassendes Abkommen folgen. Ein weiteres Treffen der Delegationen ist bereits für dieses Wochenende im Gespräch.

Eine zentrale Rolle spielt dabei Asim Munir. Der Armeechef hält sich aktuell in Teheran auf und verlängerte seinen Besuch. Er gilt als wichtiger Vermittler, auch wegen seiner guten Kontakte zu Trump.

Scharfe Drohungen aus Teheran

Die iranischen Revolutionsgarden haben die Rhetorik deutlich verschärft. Sie drohen im Falle eines Angriffs mit „verheerenden und tödlichen Schlägen“. Man sei mit „fester Entschlossenheit, wachsamen Augen, eisernem Willen und dem Finger am Abzug“ bereit, auf jede Bedrohung zu reagieren.

Druck wächst weiter

Während die Kritik aus Bevölkerung und Politik zunimmt, verschärft sich die Debatte rund um den Einsatz weiter. Sorgen über mögliche wirtschaftliche Folgen und eine Ausweitung des Konflikts stehen im Raum. Für Trump scheint das jedoch keine Rolle zu spielen. Seine Botschaft ist klar: Er bleibt auf Linie, egal, wie laut die Kritik wird.

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