Kalifornien brennt: 175.000 Menschen auf der Flucht

9 Tote, Malubu evakuiert

Kalifornien brennt: 175.000 Menschen auf der Flucht

Infernos an. der US-Westküste: Ganzer Ort ausradiert, fünf Tote in Autowrack, Malibu evakuiert.

Angefacht von den gefürchteten Santa-Ana-Winden wüten mehrere Feuer in Kalifornien völlig außer Kontrolle. Es ist der schlimmste Feuersturm seit Jahren.

Nördlich von Sacramento radierte das „Camp Fire“ den Ort Paradise nahezu komplett aus. Mehr als 6.700 Häuser wurden zerstört, in einem Wagen verbrannten fünf Menschen bei der Flucht, so der örtliche Sheriff. Insgesamt klettert de Opferbilanz auf neun Tote. In Videos wurde das Inferno festgehalten, als Fahrer hilflos und voller Todesangst durch wahre Feuertunnel brennender Wälder und Siedlungen rasten und nach einer Fluchtroute suchten.

Dicker, schwarzer Rauch verfinsterte den Himmel, als wäre Nacht. Polizisten fuhren in die Flammenhölle, um mehrere behinderte Personen zu retten. „Hier herrscht nichts als Chaos“, sagte einer: „Es ist die Hölle!“ 

Eine Familie weinte und betete, als die Straßen immer wieder von Flammenwänden blockiert waren, sie schafften es nur um Haaresbreite.  „Der ganze Ort wurde binnen 24 Stunden ausgelöscht“, sagte Polizeichef Jon Gee.

Das zweite gefährliche Feuer, das „Woolsey Fire“ wütet nordwestlich von L.A. und bedroht den Promi-Ort Malibu. Die gesamte idyllische Stadt am Pazifik musste evakuiert werden. Am berühmten Pacific Coast Highway (PCH) stauten sich die Wagen, während sich über den Berghängen die Rauchfahnen auftürmen wie Gewitterwolken.

In den Bergen brannte die Villa von Reality-Star Caitlyn Jenner ab. Bedroht waren auch die Häuser von Promis wie Mel Gibson, Lady Gaga, Courteney Cox, Julia Roberts und Patrick Dempsey. 

175.000 Menschen waren insgesamt auf der Flucht. Die Pepperdine University und der Calabasas-Campus wurden evakuiert. Der Freeway 101 musste gesperrt werden, nachdem die bis zu 30 Meter hohen Flammenwalzen, angetrieben von Windböen um die 100 km/h, über die Autobahn sprangen. 

Nahe Thousand Oak loderte ein dritter Großbrand, das „Hill Fire“, ausgerechnet nahe des Tatorts des Massakers an 12 Menschen am Mittwoch in der „Borderline Bar“ durch einen Armee-Veteranen. Auch hier wurden dutzende Häuser ein Raub der Flammen. 



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