Spätes okay

Loveparade in letzter Sekunde genehmigt

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Die Entscheidung für das Mega-Event fiel erst am Samstag früh. Die Verantwortlichen hatten keine andere Wahl mehr.

Die Loveparade, bei der es zu einer Massenpanik mit 19 Toten und Hunderten Verletzten kam, ist nach einem Zeitungsbericht erst kurz vor ihrem Beginn von der Stadt genehmigt worden. Nach Informationen der "Kölnischen Rundschau" aus Kreisen der Polizei soll der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) die ordnungsbehördliche Erlaubnis erst Samstag früh um 9.00 Uhr erteilt haben.

Noch am Freitag soll dem Bericht zufolge in verschiedenen Sitzungen über das Sicherheitskonzept debattiert worden sein. Dabei sollen die Duisburger Berufsfeuerwehr und Polizisten nochmals deutlich gemacht haben, dass die Großveranstaltung so nicht stattfinden könne.

Verantwortlichen hatten keine andere Wahl
Am Freitag sei die Loveparade noch nicht abgesegnet worden. Am Samstag hätte dann eine Entscheidung gefällt werden müssen, sagte ein Beamter der Zeitung. Es sei den Verantwortlichen dann keine andere Wahl mehr geblieben, als ihr Einverständnis zu geben. Schließlich seien schon Tausende auf der Anreise gewesen, berichtete zudem ein Mitarbeiter aus dem erweiterten Organisatorenbereich der Zeitung.

Nach Auskunft von erfahrenen Polizisten sei es jedoch üblich, dass bei Großveranstaltungen schon Wochen oder Monate vorher die ordnungsbehördliche Erlaubnis unterschrieben werde. Ein Polizist, der dem Zeitungsbericht zufolge seit vielen Jahren große Veranstaltungen in einer Millionenstadt federführend betreut habe, habe gesagt, er hätte so etwas in den vergangenen 30 Jahren noch nicht erlebt.

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