Während ganz Europa auf den Buckelwal "Timmy" blickt, sorgt jetzt eine neue, überraschende Sichtung für Aufsehen. Ein weiterer Wal ist plötzlich in der Ostsee aufgetaucht, zur wohl dramatischsten Zeit.
Mitten in der angespannten Lage rund um den schwer angeschlagenen Buckelwal wurde nun ein Belugawal in der Flensburger Förde entdeckt. Das Tier soll sich bereits seit Wochen zwischen Dänemark und Deutschland bewegen und zuletzt nahe der Küste gesichtet worden sein.
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Neuer Wal sorgt für Aufregung
Die Sichtung sorgt für große Aufmerksamkeit. Eigentlich leben die weißen Meeressäuger in arktischen Gewässern, dass sich ein Tier so weit in Richtung Deutschland verirrt, kommt nur gelegentlich vor. Berichten zufolge wurde der Wal bereits vor etwa einem Monat in Dänemark gefilmt und hat sich seitdem Schritt für Schritt weiter nach Süden bewegt. Zuletzt tauchte er im Bereich der Flensburger Förde auf.
Experten sehen keinen Zufall
Fachleute gehen davon aus, dass es sich bei allen Sichtungen um dasselbe Tier handelt. Belugawale halten sich oft in küstennahen, flachen Gewässern auf, deshalb sei es nicht ungewöhnlich, dass der Wal so nahe an Land kommt.
Ganz neu ist das Phänomen allerdings nicht. Immer wieder wurden in der Vergangenheit einzelne Belugas in der Region gesichtet, etwa in den 1980er-Jahren oder zuletzt vor einigen Jahren.
Doch eine Entwarnung gibt es: Experten gehen davon aus, dass das Tier von allein zurück ins offene Meer finden kann, solange es sich in keine Fischernetze verfängt.
Drama um Timmy überschattet alles
Besonders brisant: Die Sichtung fällt genau in die Zeit, in der Buckelwal "Timmy" in der Ostsee ums Überleben kämpft. Der geschwächte Meeressäuger liegt seit Wochen in flachem Wasser und kann sich kaum bewegen. Dass nun ein weiterer Wal auftaucht, verstärkt die Aufmerksamkeit rund um die Ostsee zusätzlich. Zwei völlig unterschiedliche Schicksale treffen aufeinander. Ein Tier kämpft ums Überleben, während ein anderes plötzlich für Staunen sorgt.
Seltene Begegnung bleibt Rätsel
Warum sich der Belugawal so weit in die Ostsee verirrt hat, ist unklar. Experten vermuten, dass solche Abweichungen immer wieder vorkommen, etwa auf der Suche nach Nahrung oder durch Orientierungsschwierigkeiten.