US-Präsident tobt

"Schande": Trump geht auf Reporterin los

US-Präsident Donald Trump tobte in einem Interview. Er nannte eine Reporterin eine "Schande", nachdem sie aus dem Manifest des Schützen zitiert hatte.

Donald Trump ist am Sonntag im Interview mit der "CBS"-Journalistin Norah O'Donnell für die Sendung "60 Minutes" heftig mit der Presse aneinandergeraten. Der Grund für den Streit waren Zitate aus dem Manifest des 31-jährigen Cole Thomas Allen. Dieser hatte am Samstagabend versucht, das Korrespondenten-Dinner im Weißen Haus anzugreifen, während Trump das Event nach über einem Jahrzehnt erstmals wieder besuchte. Der Präsident bezeichnete die Journalistin während des Gesprächs als "Schande".

Trump-Interview
© CBS

Eklat vor laufender Kamera

Während des Gesprächs für "60 Minutes" las O'Donnell Zeilen vor, in denen Allen "Verwaltungsbeamte" als Ziele bezeichnete und Trump schwer beschimpfte. Konkret zitierte sie: "Ich weigere mich länger, einem Pädophilen, Vergewaltiger und Verräter zu erlauben, meine Hände mit seinen Verbrechen schmutzig zu machen." Trump reagierte empört: "Ich habe darauf gewartet, dass Sie das vorlesen, weil ich wusste, dass Sie es tun würden. Weil Sie schreckliche Menschen sind." Er stellte klar: "Ich bin kein Vergewaltiger. Ich habe niemanden vergewaltigt. Ich bin kein Pädophiler."

Schwere Vorwürfe im Manifest

O'Donnell versuchte zu klären, dass sie lediglich die Worte des Schützen Cole Thomas Allen wiedergab, doch Trump blieb bei seiner harten Linie. Er warf der Journalistin vor, den kranken Text einer instabilen Person als Plattform zu nutzen. "Sie sollten sich schämen, das vorzulesen, denn ich bin keines dieser Dinge", wetterte der Präsident im weiteren Verlauf vom Interview. Er sah in den Zitaten auch den Versuch, ihn mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung zu bringen, betonte jedoch, in dieser Hinsicht vollständig entlastet worden zu sein.

Trump teilte gegen O‘Donnell aus und nannte sie "eine Schande". Der US-Präsident sagte: "Sie sollten das nicht bei '60 Minutes' vorlesen. Aber machen Sie weiter. Lassen Sie uns das Interview zu Ende bringen."

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