Nahost-Krieg

Kurz vor Pressekonferenz: Trump nennt Iraner "Tiere"

Kurz vor einer Pressekonferenz mit Armeevertretern hat sich US-Präsident Donald Trump respektlos über den Iran geäußert. 

Auf die Frage, warum ein Angriff auf die Infrastruktur des Landes kein Kriegsverbrechen sein soll, sagte Trump, weil sie "Tiere" seien. Er behauptete auch, die USA hätten einen Regimewechsel im Iran hin zu einer moderateren Führung im Land erreicht. Beobachter verwiesen allerdings darauf, dass nun mit den Revolutionsgarden radikale Kräfte mehr Macht hätten.

Nach der Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts, Ayatollah Ali Khamenei, kurz nach Ausbruch des Krieges, haben die Revolutionsgarden größeren Einfluss erlangt. Offiziell ist der Sohn Khameneis, Mojtaba Khamenei, zum neuen geistlichen Oberhaupt ernannt worden. Er trat bisher aber selten in Erscheinung.

Seit rund 19.00 Uhr gibt Trump nach der Rettung eines US-Waffenoffiziers im Iran im Weißen Haus eine Pressekonferenz mit Vertretern des Militärs. Sie könnte Aufschluss darüber geben, wie es dem schwer verletzten Soldaten mittlerweile geht und wie genau der heikle Rettungseinsatz auf feindlichem Gebiet abgelaufen ist. Der Kampfjet war vom Iran abgeschossen worden. Auch der Pilot wurde gerettet.

Trump: Rückhalt in Amerika für Öl-Pläne im Iran fehlt

Für seine Öl-Ambitionen sieht Trump nicht genügend Rückhalt in der eigenen Bevölkerung. "Leider möchte die amerikanische Bevölkerung, dass wir nach Hause kommen", sagte er bei einer Osterveranstaltung auf dem Gelände des Weißen Hauses. Wenn es nach ihm ginge, würde man das Öl übernehmen, das Öl behalten und sehr viel Geld verdienen. Aber er wolle auch die Menschen im eigenen Land glücklich machen.

Trump hatte im Ende Februar begonnenen Iran-Krieg zuletzt immer wieder die Idee vorgebracht, dass die USA das Öl im Iran übernehmen könnten. Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Kharg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.

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