Der Sommer des Erwin Schrott

Festspiele

Der Sommer des Erwin Schrott

Wer der Star dieses Festspielsommers ist, liegt auf der Hand: Erwin Schrott. Zunächst wurde der uruguayische Bassbariton von den Kritikern zum „besten Figaro der Opernbühne“ ausgerufen; schließlich betörte und verstörte der mittlerweile erblondete Lebenspartner von Anna Netrebko auch wieder in Mozarts Don Giovanni – als zappelig-fahriger „Junkie“ Leporello. Inszeniert hatte beide Opern Claus Guth; er wurde heuer – eine Seltenheit für einen Regisseur – mit dem Großen Verdienstzeichen des Landes Salzburg belohnt.

Auch für den Festival-adäquaten Glamour hat Schrott – gemeinsam mit Netrebko – gesorgt: Als die beiden in der Figaro-Pause am Balkon des Hauses für Mozart auftauchten und Schrott ein Dress seiner in der „Copa“ siegreichen Kicker schwenkte, spendete die Menge dem „Traumpaar der Oper“ Ovationen.

Weitere Opern-Erlebnisse 2011: Tschaikowskys Iolanta mit Netrebko, die profunde Peter-Stein-Inszenierung von Verdis Macbeth, Angelika Denoke als 330-jährige Diva in Janáceks (zunächst kaum besuchter) Die Sache Makropulos.

Comeback
Auch die Schauspiel-Premieren interessierten: Gleich zu Beginn forderte Nicolas Stemanns achtstündiger Doppel-Faust Schauspieler (und Publikum) zu Höchstleistungen. Die ursprünglich minder nachgefragte Handke-Uraufführung von Immer noch Sturm zog bald auch an den Festspielkassen an. Und für Gert-Voss-Fans ist dessen Salzburg-Comeback in Shakespeares Maß für Maß ein Extra-Fest.
Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler schwärmte schon von ihrem „schönsten Sommer“ und erwartet eine Auslastung von 95 %.

Autor: Christoph Hirschmann
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