Hartmann schlägt zurück

Drama um die Burg

Hartmann schlägt zurück

Theater. Ex-Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann klagt gegen seine Entlassung. Er und sein Anwalt Georg Schima argumentieren wie folgt: Die Abberufung hätte durch Bundeskanzler Werner Faymann erfolgen müssen – und nicht durch Kulturminister Josef Ostermayer. Deshalb sei sie nicht nur „unberechtigt“, sondern auch „unwirksam“.

Anwalt: »Ansprüche knapp 2 Millionen Euro«
Hartmanns Ansprüche summieren sich – da sein Vertrag von Ex-Kulturministerin Claudia Schmied bis 31. August 2019 verlängert wurde – auf zwei Millionen Euro, sagt Anwalt Schima.

Auf eine konkrete Begründung, weshalb Hartmann von Ostermayer abberufen und von Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer gefeuert worden war, warte man noch, sagen Hartmanns Rechtsvertreter. Das soll nun – auf Wunsch des Anwalts – innerhalb von 14 Tagen passieren.

Für Hartmann würde im Übrigen sprechen, dass er bereits 2011 einen Wirtschaftsprüfer (Peter F. Raddatz) engagiert habe, dieser aber von der Holding „auf Herzmanovsky-Orlando’sche Weise zum Salzamt geschickt“ wurde, so Schima.

Sollte sich das Gericht der Meinung Hartmanns anschließen, hätte das Burgtheater, das seit letzter Woche von Karin Bergmann geleitet wird, zwei Direktoren …

Christoph Hirschmann

Matthias Hartmann im Interview: "Diese Entscheidung erweckt Kopfschütteln"

Ex-Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann im Talk mit ÖSTERREICH.
ÖSTERREICH: Waren Sie überrascht, dass man vor ­allem Sie zur wirtschaftlichen Verantwortung gezogen hat – obwohl Sie offenbar schon früh Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer vor Malversationen gewarnt hatten?
Matthias Hartmann: Diese Entscheidung erweckt allerseits Kopfschütteln. Welcher künstlerische Direktor unterschreibt je wieder so einen Vertrag?!

ÖSTERREICH: Empfinden Sie die derzeitige Berichterstattung über Sie als gerechtfertigt oder als Kampagne?
Hartmann: Im Standard lügt Franzobel, ich hätte Autorengagen genommen, im Profil wird gelogen, dass meine Produktionen drei Mal so teuer sind wie die anderen. Alle dürfen lügen, alle dürfen schreiben und fragen vorher nicht nach, ob das stimmt. Und wenn sich herausstellt, dass es nicht gestimmt hat, wechselt man zum nächsten Skandalthema.

ÖSTERREICH: Die neue Direktorin Karin Bergmann schließt nicht aus, dass Sie weiterhin an der Burg inszenieren …
Hartmann: Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

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