Jubel für Angelika Kirchschlager

"The Rape of Lucretia"

© Lilli Strauss/dapd

Jubel für Angelika Kirchschlager

Die vom römischen Geschichtsschreiber Titus Livius aufgezeichnete Legende von der Schändung der schönen, keuschen Römerin Lucretia durch den etruskischen Emporkömmling Sextus Tarquinius diente dem Komponisten Benjamin Britten als Vorlage für seine 1946 in Glyndebourne uraufgeführte Kammeroper The Rape of Lucretia. Im Theater an der Wien gelangte das musikalische Kleinod am Donnerstag in der stringenten Inszenierung des Briten Keith Warner und im minimalistischen Bühnenbild von Ashley Martin-Davis zur heftig beklatschten Premiere.

Schönste Musik
Im Mittelpunkt der Produktion stand die Salzburger Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager, die als geschändete Titelheldin schauspielerisch und stimmlich – für Lucretia hat Britten seine schönste Musik geschrieben – überzeugte. Besonders beeindruckend gerieten die Vergewaltigungsszene (Nathan Gunn als Tarquinius) und der Selbstmord der Lucretia. Mit orgelndem Bass gefiel der Neuseeländer Jonathan Lemalu als Lucretias Ehemann Collatinus.

Großmeister
Die britische Dirigentin Sian Edwards und das aus nur 13 Musikern bestehende Klangforum Wien setzten Brittens schlanke, farbenprächtige Partitur, in der Anklänge an den englischen Großmeister der Barockmusik, Henry Purcell, nicht zu überhören sind, kongenial um.

Autor: E. Hirschmann
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