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Krawallende Wunderkinder - The Prodigy

Konzertkritik

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Krawallende Wunderkinder - The Prodigy

Ja, die Konzerte von The Prodigy sind laut, grell, extrem. Nein, man sollte sich die Briten um Keith Flint nicht entgehen lassen.

Gemischtes Publikum
Am Donnerstag, 26.11., wurde Wien kräftig aufgemischt. Es strömten so viele Leute in die Stadthalle, dass sie fast voll war. Das Publikum hätte unterschiedlicher nicht sein können, eine Minderheitengruppe stach besonders ins Auge: Vereinzelt waren Väter (Fans der ersten Stunde) mit ihren halbwüchsigen Kindern (erste Lehrstunde als Fan) zu sehen. Dazu verschiedenste Alters- und Jugendkulturgesinnungsgruppen.

Spätzünder
Die Vorband Enter Shikari (sie spielten hartes mit Sirenenklängen garniert) bemühte sich ausdauernd, die Zuseher für den Hauptact vorzubereiten, was teilweise gelang. Dann, fast zwei Stunden nach Einlass, fiel der purpurne Vorhang und "The Prodigy" stürmten die Bühne.

Flint - ein Flummi?
Keith Flint beeindruckte durch seine enorme Kondition: Die Bewegungen des mysteriöse Sängers auf der Bühne siedeln irgendwo zwischen Spitzensportler und Koffein-Flummi. Maxim Reality, der zweite im Rampenlicht von "The Prodigy" entertainte die Fans, gab Anweisungen: "I wanna see your hands up in the air!" und sprach sie direkt an: "Where are my f****ng people?". Gespielt wurde, alles was das Fan-Herz begehrt: "Breathe", "Firestarter", "Poison", "Voodoo People", "Invaders Must Die", "Warrior's Dance", "Omen", "World's On Fire" und "Smack My Bitch Up". Scheinwerfer strahlten um die Wette, der Musik blies eine harte Brise ins Gesicht - bis auf die Unausgewogenheit zwischen Sound und Gesang (letzterer war zu kratzig-leise) ein gelungener Abend in The Prodigy Manier.

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