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Peymann im

Ab Mittwoch

© EPA/ABEDIN TAHERKENAREH

Peymann im "Schnarchtheater" Josefstadt

Es sei ein „verschnarchtes Theater“, eine „immer etwas lähmende alte Tante“, an der „gemütlich verkommene Schmiere“ geboten werde. Mit derlei charmanten Attributen bedachte Claus Peymann in den vergangenen Jahren das Theater in der Josefstadt.

Ewig
Genau dort gastiert der legendäre Burgtheater-Ex-Direktor und jetzige Leiter des Berliner Ensembles heute und morgen. Gemeinsam mit seinem ewigen „Ko“ Hermann Beil gibt er Thomas Bernhards Dramolette-Trilogie Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen.

Großartig
Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger hat dieses Gastspiel selbst in die Wege geleitet: „Ich bin nicht nachtragend“, sagt er im Interview bezüglich Peymanns bissiger Kommentare, „sondern ich finde es großartig, dass er kommt.“ Und schmunzelnd: „Er hat das ja auch nicht in einer Zeit gesagt, als ich schon Direktor war.“

Für diese Position waren nach Helmuth Lohners Abgang sowohl Peymann als auch Beil im Gespräch. Peymann lehnte mit Verweis auf seine Arbeit in Berlin ab – und sprach sich pikanterweise auch sehr direkt gegen hausinterne Optionen wie Herbert Föttinger aus: „Den theatralischen Saustall in der Josefstadt kann man nicht in Harmonie als Hauskandidat ausmisten“, meinte er 2004.

Lustig
„Das ist doch lustig“, sagt Föttinger dazu im Gespräch mit ÖSTERREICH. „Vielleicht hätte ich das damals auch gesagt und gegen die ‚Verwurschtelung der Familienwirtschaft' gewettert. Aber da wusste ja noch niemand, wie ich arbeiten würde. Föttinger und Peymann sind nicht so weit von einander entfernt.“

Eine Idee, die Peymann schon vor Jahren äußerte, nämlich die Josefstadt zum Haus für heimische Autoren zu machen, setzt Föttinger derzeit jedenfalls mit Uraufführungen (Turrini, Mitterer) um. „Ja, das deckt sich“, bestätigt Föttinger.

Dass Peymann heute kommt, stimmt den Josefstadt-Direktor versöhnlich: „Er hatte Lust darauf und ich habe zugeschlagen. Vielleicht bewirkt der Auftritt ja auch, dass diese ganze Sache einmal ausgeräumt ist.“

Autor: Theresa Steininger

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